Sarah Haffner

Im blauen Raum – Bilder 1996-1999

7. Februar – 25. März 2000

Aus Anlaß des 60. Geburtstages von Sarah Haffner zeigt die Galerie Eva Poll in der Ausstellung “Im blauen Raum” neue Bilder aus den Jahren 1996 bis 1999.

Sarah Haffner wurde 1940 in Cambridge geboren und wuchs in London auf, da ihre Eltern Deutschland im Jahre 1938 wegen der jüdischen Herkunft der Mutter verlassen hatten. 1954 kam sie nach Berlin und nahm hier zwei Jahre später ihr Kunststudium auf. Die Emigration der Eltern und Sarah Haffners Gefühl, eine Außenseiterin zu sein, zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Malerei und spielt auch in Ihren Texten eine wichtige Rolle.

Sarah Haffner wählt eine figurativ-gegenständliche Darstellung von Porträts, (Stadt)-Landschaften und Stilleben als Metaphern für eine innere Wirklichkeit, die sich dem Betrachter erst auf den zweiten Blick erschließt.

Ein besonderer Reiz der Bilder liegt in dem spannungsreichen Gegensatz von kompositorisch “gebauter” Formensprache und kräftig vitaler Farbigkeit. Die Farben sind Stimmungsträger. So erscheint häufig ein mediterranes Blau oder Blaugrün, für die Künstlerin die Farbe der Seele und nicht selten der Melancholie. Ihre Porträts zeigen Menschen in nachdenklicher und ruhender Haltung. Immer wieder taucht das Motiv des am Fenster stehenden isolierten Menschen auf, der beobachtet, ohne beteiligt zu sein.

Zeitweise malt Sarah Haffner ihre Bilder in Reihen, in denen sie ein Motiv durch verschiedene Farbgebung in die unterschiedlichen Lichtstimmungen einer Tages- oder Jahreszeit eintaucht.

Parallel stellt die Kunstiftung Poll unter dem Titel: “In der Stille. Papierarbeiten aus den Jahren 1996-1998″ von Sarah Haffner aus. Die Eröffnung findet am Samstag, den 5.2.2000 um 15-18 Uhr statt.

Kurzbiografie

1940 geboren in Cambridge, GB (aufgewachsen in London)
1954 Umzug nach Berlin (West)
1956-57 Meisterschule für das Kunsthandwerk, Berlin
1957-60 Hochschule für bildende Künste, Berlin
1964 sechs Monate Paris
1965 erste Einzelausstellung (Benjamin Katz, Berlin)
1969-70 Dozentin an der Watford School of Art, London
1971-81 Dozentin an der 1. Staatlichen Fachschule für Erzieher, Berlin
1975-76 Arbeit an einem Fernsehbericht und einem Buch über Frauenmißhandlung
1976-77 sechs Monate ehrenamtliche Mitarbeit im ersten Berliner Frauenhaus
1980-86 Lehrauftrag an der Hochschule der Künste, Berlin

lebt als freischaffende Malerin in Berlin

Kommentare sind geschlossen.