50 Jahre Galerie Poll

50 Jahre Galerie Poll
Does sex cause cancer?, 1969

Does sex cause cancer?
Ein Querschnitt durch das Werk des Berliner Realisten
Peter Sorge (1937-2000)

8. September bis 3. November 2018

Eröffnung: Freitag, 7. September 2018, 18-21 Uhr
Es spricht Dr. Lucius Grisebach (gegen 19 Uhr).

Sonderöffnungszeiten zur Berlin Art Week:
Freitag, 28. September 2018, 12-21 Uhr

Es erscheint eine umfangreiche Publikation.

In einer Altbauwohnung in der Niebuhrstraße 77 in Berlin-Charlottenburg eröffnete am 8. Oktober 1968 mit einer Einzelausstellung des Malers, Zeichners und Graphikers Peter Sorge (1937-2000) die Galerie Poll. Zum Jubiläum – 50 Jahre danach – zeigt sie vom 8. September bis 3. November 2018 mit „Does sex cause cancer?“ einen Querschnitt durch das Werk des Berliner kritischen Realisten. Denn 1968, das Gründungsjahr der Galerie, ist zur historischen Chiffre geworden für gesellschaftliche Veränderungen und einen kulturellen Aufbruch. Der im Erinnerungsjahr der Studentenrevolte vielfach zelebrierte Rückblick war ein Grund dafür, Peter Sorge auszuwählen: Unmittelbar reagierte der Berliner Künstler in seinen Arbeiten mit Zitaten aus Tageszeitungen, Illustrierten, Porno- und Sportmagazinen auf die Gescheh­nisse. Und es wirkt heute noch aktuell, wie Sorge Schlaglichter wirft auf die mörderische Kriegsführung der USA in Vietnam oder die brutale Zerschlagung des Prager Frühlings durch sowjetische Truppen. Auch wenn er den Deutschen die Hungersnot in Biafra vor Augen führt, die Menschenrechtsverletzungen der Militärdiktatur in Griechenland, Folteropfer des spanischen Franco-Regimes oder des persischen Schahs, dann werden Parallelen sichtbar.

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Blick in die Ausstellungsräume der Galerie Poll in der Niebuhrstrasse 77
Foto: Jochen Littkemann

parallel im Schaulager der Galerie Poll

Editionen, Plakate und Drucksachen aus 50 Jahren
Galerie Poll, gegründet 1968 in West-Berlin

8. September bis 3. November 2018
Eröffnung: Freitag, 7. September 2018, 18-21 Uhr

Sonderöffnungszeiten zur Berlin Art Week:
Freitag, 28. September 2018, 12-21 Uhr