Joachim Schmettau

Neue Skulpturen

11. November 2002 – 11. Januar 2003

Nach der sehr eindrücklichen Präsentation seiner Skulpturen aus den 80er und Anfang 90er Jahren in den KaDeWe-Schaufenstern in diesem Sommer werden nun in den Räumen der Galerie Eva Poll 22 Skulpturen aus der Zeit zwischen 1995 und 2002 von Joachim Schmettau gezeigt, der von 1971 bis 2002 Professor für Bildhauerei an der Universität der Künste in Berlin war.

Im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens steht die menschliche Figur. Erst noch wirklichkeitsnah, erfolgt seit den 70er Jahren eine zunehmende Stilisierung, die zu einem eigenständigen Repertoire an Ausdrucksformen geführt hat. Die in der Ausstellung präsentierten Figuren und Halbfiguren aus Gips und Bronze sind verschiedene Prototypen, die mit sogenannten Applikationen in Form von Brillen, Zigaretten, Musikinstrumenten oder Schreibmaschinen versehen sind und die Figur kennzeichnen. Trotz statuarischer Haltung, frontaler Ausrichtung und Verzicht auf individuelle Mimik suchen die Figuren Schmettaus den Dialog mit dem Betrachter, den sie aufgrund ihrer Vielschichtigkeit in ihren Bann ziehen.

“Sein gesamtes Werk zitiert klassisches Vokabular, die Kunst der Antike und der Renaissance, aber auch Elemente des Klassizismus und des Art Deco fließen in seine plastischen Formulierungen ein, deren herausragendes Merkmal eine intensive Auseinandersetzung mit den traditionellen Strukturen und die Überprüfung ihrer Regeln in Hinblick auf eine fortschreitende Reduktion ist.” (Jürgen Schilling)

Zahlreiche städtebauliche Projekte Schmettaus sind in Deutschland realisiert worden; eines seiner populärsten Werke in Berlin ist der täglich von vielen Berlinern und Touristen aufgesuchte Brunnen am Breitscheidtplatz.

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