{"id":45361,"date":"2026-03-10T13:49:14","date_gmt":"2026-03-10T12:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/vorschau\/jan-schueler\/information\/"},"modified":"2026-04-15T19:12:13","modified_gmt":"2026-04-15T17:12:13","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/vorschau\/jan-schueler\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>Unter dem Titel \u201eVon Zeit und Fluss&#8220; zeigt Jan Sch\u00fcler neue Arbeiten der vergangenen vier Jahre \u2013 eine Fortsetzung seiner Werkreihe \u201eDeutsche Landschaft&#8220;, in der er St\u00e4dte und Gegenden umkreist, die mit der deutschen Geschichte ebenso verkn\u00fcpft sind wie mit pers\u00f6nlicher Erinnerung und seiner Biografie.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Berliner Ansichten mit historischem Bezug, den hessischen Landschaften der Kindheit und den rheinischen Motiven seiner Wahlheimat D\u00fcsseldorf sind jetzt Dresden und die Elblandschaften in den Fokus des Malers ger\u00fcckt. Sch\u00fcler folgt dabei den Spuren zweier verehrter Vorbilder: Caspar David Friedrich (1774\u20131840) und Egon Pukall (1934\u20131989); beide lebten und malten in Dresden, sie liegen dort auch begraben.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein und in aller Stille begibt sich Jan Sch\u00fcler auf Wanderungen durch die Stadt oder entlang der Elbe bis ins Elbsandsteingebirge, stets auf der Suche nach Orten, die er aus Gem\u00e4lden dieser Meister kennt. Findet er sie, w\u00e4hlt er bewusst eine andere Perspektive, ver\u00e4ndert die Komposition. \u201eDresden: Blick vom Schloss Pillnitz auf die Elbinsel&#8220; und \u201eDresden: Die Elbf\u00e4hre bei Pillnitz&#8220; (beide 2025) sind Zeugnisse solch erwanderter Orte \u2013 ebenso wie \u201eKlosterruine Eldena an der Ostsee&#8220; (2024) oder \u201eDresden: Blick vom Ostra-Gehege&#8220; (2026).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGenauso wichtig wie die Bilder sind f\u00fcr mich die vorausgehenden Wanderungen, in denen ich die Landschaft erlebe und f\u00f6rmlich in ihr aufgehe und mich durch das Sehen mit dem Horizont verbinde. Alle Arbeiten haben mit Abschiednehmen und einer Sehnsucht nach Verschmelzung und Aufl\u00f6sung zu tun&#8220;, sagt Jan Sch\u00fcler.<\/p>\n\n\n\n<p>Charakteristisch f\u00fcr seine Malerei sind glatte Oberfl\u00e4chen mit hart voneinander abgegrenzten Formen und Fl\u00e4chen in k\u00fchler, leuchtender Farbigkeit. Als Ausgangspunkt dienen Fotografien, die er auf seinen Streifz\u00fcgen aufnimmt; auf der Leinwand reduziert Sch\u00fcler dann konsequent. In Architekturen wie in Naturr\u00e4umen schwinden Details: B\u00e4ume und Wolken, Schiffe und Bojen, Geb\u00e4ude und Br\u00fccken werden stark formalisiert, Menschen und Tiere finden keinen Einlass in die Komposition. Ob man sich auf die Abgr\u00fcnde und Untiefen hinter dieser perfekten Oberfl\u00e4che einl\u00e4sst oder sich ganz ihrer Sch\u00f6nheit hingibt \u2013 das bleibt dem Betrachter \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausstellungstitel ist Thomas Wolfes autobiografischem Roman \u201eOf Time and the River&#8220; (1935) entlehnt, der die Suche des jungen Eugene Gant nach Erf\u00fcllung, Liebe und Identit\u00e4t in Harvard, New York und Europa w\u00e4hrend der 1920er Jahre schildert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jan Sch\u00fcler<\/strong>, geboren 1963 in Gie\u00dfen, studierte von 1985 bis 1993 an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf bei Rissa und war Meistersch\u00fcler bei Fritz Schwegler. 1996 erhielt er den F\u00f6rderpreis f\u00fcr Bildende Kunst der Stadt D\u00fcsseldorf, wo er bis heute lebt und arbeitet. Seine Werke befinden sich in zahlreichen \u00f6ffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland und \u00d6sterreich. Gemeinsam mit der Kunststiftung Poll, in deren Beirat er seit 2013 Mitglied ist, hat er das erste Bestandsverzeichnis der Gem\u00e4lde und Zeichnungen von Maina-Miriam Munsky (1943\u20131999) herausgegeben. Im Wintersemester 2022\/2023 hatte er eine Vertretungsprofessur f\u00fcr Cornelius V\u00f6lker an der Kunstakademie M\u00fcnster inne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201eVon Zeit und Fluss&#8220; zeigt Jan Sch\u00fcler neue Arbeiten der vergangenen vier Jahre \u2013 eine Fortsetzung seiner Werkreihe \u201eDeutsche Landschaft&#8220;, in der er St\u00e4dte und Gegenden umkreist, die mit der deutschen Geschichte ebenso verkn\u00fcpft sind wie mit pers\u00f6nlicher Erinnerung und seiner Biografie. 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