{"id":45273,"date":"2026-02-26T17:25:23","date_gmt":"2026-02-26T16:25:23","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/?page_id=45273"},"modified":"2026-04-25T14:59:17","modified_gmt":"2026-04-25T12:59:17","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/archiv\/heike-negenborn-2\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>Die pr\u00e4zise gemalten Landschaftsbilder von Heike Negenborn offenbaren auf den zweiten Blick eine verbl\u00fcffende Vielschichtigkeit. Es sind keine realistischen Abbilder, sondern Konstruktionen von Wirklichkeit. Die K\u00fcnstlerin kombiniert die Anschauung selbst erlebter Landschaften mit Himmeln aus ihrem eigens angelegten Wolkenarchiv oder, wie in der Reihe \u201eKorrespondenzen\u201c, mit Himmeln aus der Kunstgeschichte. Unter dem Titel \u201eLandschaft in Bewegung\u201c stellt die Galerie Poll das dritte Mal Gem\u00e4lde und Grafik einer der profiliertesten Landschaftsk\u00fcnstlerinnen der Gegenwart aus. Heike Negenborns Panoramen mit tief liegenden Horizonten und teils dramatischen Wolkenformationen erinnern bewusst an niederl\u00e4ndische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts, werden jedoch auf der Grundlage von Naturstudien neu inszeniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00fcnstlerin reflektiert in ihren Arbeiten die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Ihr Augenmerk gilt vor allem der zunehmenden Vereinnahmung der analogen Wirklichkeit durch das digitale Bild und den daraus resultierenden Wandel der Wahrnehmung. Grundlage von Heike Negenborns Arbeiten sind Landschaftsstudien in Deutschland, Frankreich, Spanien und weiteren L\u00e4ndern. Inspirieren l\u00e4sst sie sich von einem Blick in die Kunstgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Heike Negenborn n\u00e4hert sich der Landschaft auf besondere Weise: Sie vermisst B\u00e4ume, Felder und Berge und \u00fcbertr\u00e4gt die Daten in perspektivisch angelegte Bildr\u00e4ume. Aus Fotografien und Zeichnungen entwickelt sie neue Ansichten und sch\u00e4rft ihre Kompositionen digital. Natur erscheint dabei nicht als blo\u00dfes Abbild, sondern als bewusst gestalteter Raum aus Linien, Ma\u00dfst\u00e4ben und Perspektiven. Auf dieser Grundlage malt sie ihre Werke in Acryl auf Leinwand oder Holz. Zeichnungen und Druckgrafiken begleiten den Entstehungsprozess.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe der Jahre hat sich Heike Negenborn verschiedene k\u00fcnstlerische Herangehensweisen an die Landschaft erarbeitet, die ihren Ausdruck in den fortlaufenden Werkserien \u201eTerra Cognita \u2013 Landschaft im Wandel\u201c (seit 2021), \u201eBerge und Felsen\u201c (seit 2022), \u201eNetscapes \u2013 Landschaft im Wandel\u201c (seit 2014), \u201eKorrespondenzen\u201c (seit 2024) oder \u201eWolkenst\u00fccke\u201c (seit 2026) finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcberblicksausstellung \u201eBlickfelder \u2013 Landschaft als Denkraum\u201c in der St\u00e4dtischen Galerie Speyer hat 2025 mit Arbeiten aus \u00fcber zwei Jahrzehnten Konsequenz und Komplexit\u00e4t von Heike Negenborns Landschaftserkundungen vor Augen gef\u00fchrt. Im Fokus der Ausstellung in der Galerie Poll stehen nun Gem\u00e4lde und Grafiken, die in den vergangenen vier Jahren entstanden sind.<strong><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike Negenborn,<\/strong> geboren 1964 in Bad Neuenahr-Ahrweiler, studierte Malerei am Washington College Chestertown, Maryland, USA, am Austin College, Sherman, Texas, USA und Malerei und Druckgrafik bei Prof. Peter L\u00f6rincz an der Akademie f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Mainz. Die im rheinland-pf\u00e4lzischen Windesheim lebende und arbeitende K\u00fcnstlerin wurde vielfach f\u00fcr ihr Schaffen mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u. a. 2018 mit dem renommierten Pfalzpreis f\u00fcr Bildende Kunst des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern und 2016 mit dem Wilhelm-Morgner-Preis f\u00fcr Malerei des Museums Wilhelm Morgner Soest. Zuletzt wurde sie 2024 mit dem Kunstpreis der Ike und Berthold-Roland-Stiftung geehrt. Ihre Werke befinden sich in privaten und \u00f6ffentlichen Sammlungen in Deutschland, Japan, Kanada und den USA, u. a. in der Kunstsammlung f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst der Bundesrepublik Deutschland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die pr\u00e4zise gemalten Landschaftsbilder von Heike Negenborn offenbaren auf den zweiten Blick eine verbl\u00fcffende Vielschichtigkeit. Es sind keine realistischen Abbilder, sondern Konstruktionen von Wirklichkeit. Die K\u00fcnstlerin kombiniert die Anschauung selbst erlebter Landschaften mit Himmeln aus ihrem eigens angelegten Wolkenarchiv oder, wie in der Reihe \u201eKorrespondenzen\u201c, mit Himmeln aus der Kunstgeschichte. 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