{"id":4474,"date":"2021-10-30T11:09:23","date_gmt":"2021-10-30T09:09:23","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/aktuell\/schmettau\/information\/"},"modified":"2025-02-05T13:16:43","modified_gmt":"2025-02-05T12:16:43","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/archiv\/schmettau\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>Zu seinem 85. Geburtstag ehrt die Galerie Poll den Bildhauer und Zeichner Joachim Schmettau mit einer Einzel\u00adausstellung, in der Papierarbeiten und Skulpturen aus verschiedenen Werk\u00adphasen des K\u00fcnstlers zu sehen sind. Mit \u201eSelbstportr\u00e4t mit Zipfelm\u00fctze\u201c (1978), einem bemalten Gipskopf mit Zigarette, ist der seit 1945 in Berlin lebende K\u00fcnstler als aufmerksamer und wacher Beobachter in seiner Ausstellung anwesend.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist kein nach stilistischen Maximen geschaffenes plastisches Oeuvre, das Joachim Schmettau um uns errichtet hat. Es ist ein gewachsenes k\u00fcnstlerisches Bekenntnis der jeweiligen psychischen Befindlichkeit, der Erkenntnissuche, des selbstkritischen Bewu\u00dftseins, der geistigen Wachheit. Er selbst, der zweifelnde und wagende Mensch ist der \u201aSchwerpunkt\u2018 aller seiner Plastiken.\u201c (Ulrich Gertz)<\/p>\n\n\n\n<p>Charakteristisch f\u00fcr das bildhauerische Werk Schmettaus sind strenge, auf nahezu archaische Formen reduzierte Arbeiten. Gerne versieht er Gipse oder Bronzen mit zeitgen\u00f6ssischen Accessoires wie Brillen, Kopfh\u00f6rern oder Uhren und bemalt sie. Noch heute w\u00e4chst sein Werk beinahe t\u00e4glich: Es entstehen fantasievolle Skizzen und Entw\u00fcrfe f\u00fcr bildhauerische Arbeiten, aber auch eigenst\u00e4ndige Zeichnungen und Collagen. Basis der Collagen sind Abbildungen eigener Werke, die der K\u00fcnstler aus Katalogen ausschneidet und mit dem Zeichenstift zu neuen k\u00fcnstlerischen Welten verbindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Weit \u00fcber Berlin hinaus bekannt wurde der Bildhauer durch seinen \u201eErdkugelbrunnen\u201c, der 1983 am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg eingeweiht wurde. Bereits wenige Jahre sp\u00e4ter konnte er in der Grabenstra\u00dfe in D\u00fcsseldorf mit dem \u201eMusikbrunnen\u201c (1986) und mit dem \u201eEuropabrunnen\u201c in Dortmund (1989) weitere Wasserspiele an zentralen Stadtpl\u00e4tzen realisieren. In den siebziger und achtziger Jahren entstanden auch zahlreiche Plastiken f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum, etwa die Br\u00fcckenplastiken f\u00fcr die Universit\u00e4tsbibliothek in Freiburg (1978) oder das \u201eTanzende Paar\u201c auf dem Hermannplatz (1985) in Berlin-Neuk\u00f6lln. In Schmettaus Atelier sind noch zahlreiche Modelle f\u00fcr bisher nicht verwirklichte Vorhaben des K\u00fcnstlers zu entdecken. \u201eMein Thema ist eigentlich, die Verbindung von Architektur und Plastik wiederherzustellen\u201c, erl\u00e4utert er im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joachim Schmettau<\/strong> wurde am 5. Februar 1937 in Bad Doberan geboren und lebt seit 1945 in Berlin. 1956 bis 1960 studierte er an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste in Berlin und wurde 1961 Meistersch\u00fcler bei Ludwig Gabriel Schrieber. 1972 geh\u00f6rte Schmettau zu den Gr\u00fcn\u00addungs\u00admitgliedern der Gruppe <em>Aspekt<\/em>. Von 1971 bis zu seiner Emeritierung 2002 lehrte er als Professor f\u00fcr Bildhauerei an der Hochschule der K\u00fcnste in Berlin. F\u00fcr sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den 1.\u00a0 Preis f\u00fcr Plastik der Karl Hofer Gesellschaft, Berlin (1966), den Villa-Romana-Preis, Florenz (1969), den Villa-Massimo-Preis, Rom (1970\/71), den Gro\u00dfen Berliner Kunstpreis (1977), den Premio Fiorino, Florenz (1978) und den D\u00fcsseldorfer Kunstpreis (1980). Werke von Joachim Schmettau befinden sich in vielen privaten und \u00f6ffentlichen Sammlungen, darunter die Berlinische Galerie, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, die Kunststiftung Poll in Berlin, die St\u00e4dtischen Kunstsammlungen in Bochum und Bonn, das Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg, das Karl-Ernst-Osthaus-Museum in Hagen und die Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen in M\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu seinem 85. 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