{"id":43057,"date":"2025-06-21T15:58:44","date_gmt":"2025-06-21T13:58:44","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/vorschau\/information\/"},"modified":"2025-09-03T00:49:21","modified_gmt":"2025-09-02T22:49:21","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/archiv\/ralf-kerbach\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>In der Ausstellung \u201eLandschaften. Kindheitswege\u201c stellt die Galerie Poll neue Bilder von Ralf Kerbach vor, die von 2023 bis 2025 in der s\u00e4chsischen Landschaft seiner Kindheit entstanden sind. 1982 musste er diese vertraute Umgebung mit seiner erzwungenen Ausreise aus der DDR hinter sich lassen. Erst als Exilant in der Mauerstadt West-Berlin wurde ihm bewusst, wie stark ihn die \u00fcber Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft rund um seine Geburtsstadt Dresden gepr\u00e4gt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>2020 ist Ralf Kerbach zur\u00fcck in diese von Weinbau, Teich- und Landwirtschaft geformte Landschaft gezogen. Seit f\u00fcnf Jahren lebt er zusammen mit der K\u00fcnstlerin Heidrun Rueda in der N\u00e4he von Mei\u00dfen auf den H\u00f6hen \u00fcber der Elbe. Dort ist sein Wunsch entstanden, unter freiem Himmel die ihn umgebende Landschaft und das besondere Licht der Elbumgebung zu malen. Mit diesen Bildern versucht er, das Wesen der s\u00e4chsischen Landschaft sichtbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Baum, Stein, Wolke, H\u00fcgel, Fluss, Haus, Stra\u00dfe, Mauer \u2013 seine t\u00e4glich wahrgenommene Lebensumgebung in Malerei umzusetzen, war f\u00fcr den K\u00fcnstler die Herausforderung. Das unmittelbar Gesehene in die Fl\u00e4che zu transformieren und dabei \u2013 der Eigengesetzlichkeit des Bildes folgend \u2013 nicht abzubilden, sondern ein Sinnbild zu schaffen, ist seine Absicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unmittelbarkeit der Landschaftserfahrung und die Erinnerung an die Landschaft seiner Kindheitstage verschmelzen in der Bildfindung. Die Titel sind kurz und schlicht und meist ohne genaue Ortsangabe: \u201eDie andere Seite\u201c (2024), \u201eH\u00e4user am Fluss\u201c (2024), \u201eLandschaft bei Cossebaude\u201c (2025), \u201eKleine Elblandschaft\u201c (2023), \u201eFelder im Fr\u00fchjahr\u201c (2024) oder \u201eWeinberg im Winter\u201c (2024).<\/p>\n\n\n\n<p>Wer das Werk von Ralf Kerbach in der Vergangenheit verfolgt hat, wird feststellen, dass die Farbpalette des Malers lichter und heller geworden ist. F\u00fcr die Umsetzung seiner Motive w\u00e4hlt er einfache Bildzeichen und arbeitet mit hinter- und nebeneinander angelegten Fl\u00e4chen. Die vormals apokalyptischen Landschaftsdarstellungen sind impressionistischen Landschaftsstudien gewichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt aller Bildideen von Ralf Kerbach ist stets die Auseinandersetzung mit seiner Wahrnehmung, und so geh\u00f6ren mit \u201eSelbst mit altem Hut\u201c (2025) und \u201eIm Perseidenstrom\u201c (2022) auch zwei Selbstportr\u00e4ts zu den ausgestellten Bildern. Mit \u201eDer Landschaftsmaler\u201c (2025) tritt ein Maler mit gelbem Hut vor seiner Staffelei unter einem Gewitterhimmel im Freiluftatelier auf. Mit diesem Gem\u00e4lde kommentiert Ralf Kerbach seine gegenw\u00e4rtige Schaffensphase schmunzelnd mit einem Blick in die Kunstgeschichte. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ralf Kerbach, <\/strong>geboren 1956 in Dresden, studierte von 1977 bis 1979 in seiner Geburtsstadt an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste bei Prof. Gerhard Kettner, bis die DDR ihn zur Exmatrikulation dr\u00e4ngte. Nach eineinhalb Jahren Wartezeit erhielt er 1982 die Genehmigung zur Ausreise und musste die DDR innerhalb von 24 Stunden verlassen. Am 27. September 1982 zog Ralf Kerbach nach West-Berlin. 1986\/87 erhielt er ein Stipendium in Olevano und verbrachte ein Jahr sp\u00e4ter l\u00e4ngere Zeit in Paris. Bis 1990 lebte&nbsp;und&nbsp;arbeitete er&nbsp;in&nbsp;Valqui\u00e8res&nbsp;bei&nbsp;Montpellier. 1991 reiste&nbsp;er&nbsp;als&nbsp;Stipendiat&nbsp;der Deutsch-Brasilianischen Sommerakademie nach Jo\u00e3o Pessoa\/Para\u00edba, Brasilien. Ralf Kerbach lehrte von 1992 bis 2023 als Professor f\u00fcr Malerei und Grafik an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Dresden. Seine Werke befinden sich in wichtigen privaten und \u00f6ffentlichen Sammlungen, u. a. in der Berlinischen Galerie, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, im Museum der bildenden K\u00fcnste Leipzig und in der Sammlung Hasso Plattner in Potsdam.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Ausstellung \u201eLandschaften. Kindheitswege\u201c stellt die Galerie Poll neue Bilder von Ralf Kerbach vor, die von 2023 bis 2025 in der s\u00e4chsischen Landschaft seiner Kindheit entstanden sind. 1982 musste er diese vertraute Umgebung mit seiner erzwungenen Ausreise aus der DDR hinter sich lassen. 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