{"id":40499,"date":"2025-01-15T17:14:31","date_gmt":"2025-01-15T16:14:31","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/vorschau\/goeran-gnaudschun\/information\/"},"modified":"2025-03-05T18:26:21","modified_gmt":"2025-03-05T17:26:21","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/archiv\/goeran-gnaudschun-2\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>Klimawandel, Migration, Kriege und das Wiedererstarken ideologischen Denkens schaffen in der Gesellschaft eine Atmosph\u00e4re der Unsicherheit. Als Fotograf versucht G\u00f6ran Gnaudschun seit 2024 mit seiner als fortlaufendes Projekt angelegten Serie \u201eGegenwarten\u201c, das Lebensgef\u00fchl und die Verfasstheit der Gesellschaft abzubilden. Die Galerie Poll stellt seine neue Arbeit im Rahmen des 11. European Month of Photography Berlin 2025 &#8211; EMOP erstmals vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Gnaudschun verkn\u00fcpft in \u201eGegenwarten\u201c Menschen und Sinnbilder gesellschaftspolitischer Themen und Konflikte mit seinem pers\u00f6nlichen Umfeld. Portr\u00e4ts von Menschen verschiedener Generationen und unterschiedlicher Herkunft werden mit Landschaften, situativen Momenten und vorgefundenen Arrangements in Beziehung gesetzt. In den Galerier\u00e4umen sind die Farbfotografien zu einem komplexen Geflecht verwoben. Portr\u00e4ts zeigen Zeitzeugen einer Gegenwart, die sich unabl\u00e4ssig weiterbewegt und M\u00f6gliches in Gewesenes verwandelt. Denn laut der Hirnforschung dauert die Gegenwart nur 3 Sekunden, danach ist sie bereits Vergangenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine dunkle Wolke zieht als Symbol d\u00fcsterer Vorahnungen durch die Kronen hoher Eichen, mit einem farbigen Abdruck seiner kleinen H\u00e4nde trauert ein Kind im Wald der Erinnerung der Bundeswehr in Geltow um seinen bei einem Auslandseinsatz gefallenen Vater, eine israelische Erkennungsmarke mit dem Datum 7.10.2023 erinnert an den brutalen \u00dcberfall der Hamas mit \u00fcber tausend Toten und mehr als einhundert Geiseln. Aber auch kleine Gl\u00fccksmomente und \u00fcberraschende Augenblicke im Alltag, die die Leichtigkeit des Lebens ausmachen k\u00f6nnen, sind Teil der Serie. Der Blick des Fotografen f\u00e4llt auf den Tanz von M\u00fccken im Sonnenlicht, auf drei wei\u00dfe Schmetterlinge, die gegen alle Gesetze der Physik vier schwarze Schatten \u00fcber den Erdboden flattern lassen oder auf die flauschige Feder in einer Kinderhand. Gro\u00dfaufnahmen von Datenkabeln, Plastikfolie, Bartstoppeln oder Gr\u00e4sern werden Panoramen der Lieberoser W\u00fcste oder des Hochwassers an der Oder gegen\u00fcbergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt der neuen Serie von G\u00f6ran Gnaudschun ist die Idee, das Hier und Jetzt zu fotografieren. G\u00f6ran Gnaudschun: \u201eDie Gegenwart wird von jedem unterschiedlich empfunden. Ich habe das Gef\u00fchl, dass so viele Themen und so viele Probleme in der Luft liegen, dass sich die Welt gerade rasant ver\u00e4ndert, und ich versuche, daf\u00fcr meine Bilder zu finden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>G\u00f6ran Gnaudschun,<\/strong> geboren 1971 in Potsdam, studierte von 1994-2003 an der Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Timm Rautert k\u00fcnstlerische Fotografie (Diplom) und Bildende Kunst (Meistersch\u00fcler). Er erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen f\u00fcr seine Arbeiten, darunter 2013 das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn und 2018 den Brandenburgischen Kunstpreis. 2016-2017 war er Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. Seit 2018 lehrt Gnaudschun an der Ostkreuzschule f\u00fcr Fotografie Berlin, seit 2022 ist er Dozent an der Fachhochschule Potsdam. Seine Fotografien wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Institutionen und Museen in Berlin, Hannover, Frankfurt, M\u00fcnchen, Paris, Riga, Rom, Salzburg und San Francisco gezeigt und befinden sich in verschiedenen \u00f6ffentlichen Sammlungen, u.a. in der Art Collection Deutsche B\u00f6rse, Frankfurt am Main, in der Berlinischen Galerie \u2013 Museum f\u00fcr Moderne Kunst, im Folkwang Museum Essen, im Potsdam Museum und der Kunststiftung Poll, Berlin. G\u00f6ran Gnaudschun lebt und arbeitet in Potsdam.<\/p>\n\n\n\n<p>im Rahmen des EMOP Berlin<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"228\" src=\"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/wp-content\/uploads\/Logo_bw-800x228.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41217\" style=\"width:auto;height:52px\" srcset=\"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/wp-content\/uploads\/Logo_bw-800x228.jpg 800w, https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/wp-content\/uploads\/Logo_bw-300x85.jpg 300w, https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/wp-content\/uploads\/Logo_bw-768x219.jpg 768w, https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/wp-content\/uploads\/Logo_bw-1536x438.jpg 1536w, https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/wp-content\/uploads\/Logo_bw-2048x584.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klimawandel, Migration, Kriege und das Wiedererstarken ideologischen Denkens schaffen in der Gesellschaft eine Atmosph\u00e4re der Unsicherheit. 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