{"id":36555,"date":"2024-03-15T17:53:49","date_gmt":"2024-03-15T16:53:49","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/vorschau\/information\/"},"modified":"2024-04-16T15:45:16","modified_gmt":"2024-04-16T13:45:16","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/archiv\/volker-stelzmann\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eDickicht\u201c nennt Volker Stelzmann seine zw\u00f6lfte Einzelausstellung in der Galerie Poll. Sie vertritt den Maler seit \u00fcber drei\u00dfig Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Stelzmanns Werk zeichnet sich durch gro\u00dfe Kontinuit\u00e4t aus. Im Lauf der Jahre hat er mit seiner Formensprache einen eigenen Bilderkosmos geschaffen. F\u00fcr seine Figurengruppen erfindet er immer wieder neue raffinierte Konstellationen und Kompositionen. Gliedma\u00dfen wirbeln durcheinander, Menschen stehen dicht gedr\u00e4ngt neben- oder hintereinander, ohne miteinander in Beziehung zu treten. Sie tragen modische Kleidung wie Hoodies oder neonfarbene Laufschuhe mit dicken Profilsohlen, auff\u00e4llige Frisuren oder Kopfbedeckungen. Die Gesichter, mit weit aufgerissenen Augen, sind ausdrucksstark und wirken zugleich wie zu Masken erstarrt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eStelzmann beobachtet die Zeitgenossen auf der Stra\u00dfe genauso intensiv wie die geliebten Renaissancemaler und Manieristen, deren Werke er auf seinen zahlreichen Italienreisen noch im entlegensten Dorf aufgesp\u00fcrt hat. So ist die Geschichte f\u00fcr ihn nichts Fernes, sondern etwas Allgegenw\u00e4rtiges. Und umgekehrt werden die modernen Menschen, die er zeigt, zum Teil einer epochen\u00fcbergreifenden Studie der Humanit\u00e4t. Aber auch einer \u00fcberzeitlichen Reflexion dar\u00fcber, was die Malerei im Wechselspiel von Tradition und Innovation ausrichten kann.\u201c (Sebastian Preuss, 2020)<\/p>\n\n\n\n<p>Ironisch kommentiert Stelzmann die t\u00e4glichen Nachrichten mit Bildern wie \u201eDie Schildkr\u00f6te\u201c, betitelt nach einer Marschformation r\u00f6mischer Legion\u00e4re, oder \u201eBarriere\u201c. Die Menschen verschwinden beinahe vollst\u00e4ndig hinter Transparenten mit Schlagworten wie LGBTQ, DIVERS, KLIMAFASCH oder WEISSE M\u00c4NNER, die man f\u00fcr sich vervollst\u00e4ndigen kann. Zwei \u201eMesserm\u00e4nner\u201c bedrohen auf dem gleichnamigen Gem\u00e4lde einen Menschen, w\u00e4hrend andere hilflos zuschauen oder die Flucht ergreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedem Bild Stelzmanns liegt eine genaue Beobachtung seiner Umwelt zugrunde, ohne dass er dabei beabsichtigt, mit seinen Bildern zu belehren. Der K\u00fcnstler malt sich immer wieder selbst als Beobachter (\u201eSelbstbildnis mit graugr\u00fcner Kappe\u201c) oder mischt sich neben seiner Frau Henriette unter die Menschengruppe (\u201eK\u00f6pfefries I\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Stilleben geh\u00f6ren zu Stelzmanns wiederkehrenden Bildthemen. Ein Arrangement von \u201eMeerschnecken und Muscheln\u201c auf einem Pappkarton ist in pr\u00e4ziser feiner \u00d6llasurmalerei wiedergegeben, ebenso wie ein \u201eBlauer K\u00fcrbis\u201c und eine Sellerieknolle vor braunem Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volker Stelzmann, <\/strong>geboren 1940 in Dresden, 1948 \u00dcbersiedlung nach Leipzig, studierte von 1963 bis 1968 an der Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst Leipzig, wo er von 1975 bis 1986 lehrte, seit 1982 als Professor. 1986 nutzte Volker Stelzmann eine gro\u00dfe Ausstellung seiner Arbeiten in der Staatlichen Kunsthalle in West-Berlin, um die DDR zu verlassen. Nach einer Gastprofessur an der St\u00e4delschule Frankfurt am Main 1987\/1988 berief ihn die West-Berliner Hochschule der K\u00fcnste (HdK, heute: UdK) 1988. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006. 1988 zeigte die Galerie Poll ihre erste Einzelausstellung von Volker Stelzmann. Werke des K\u00fcnstlers befinden sich in bedeutenden \u00f6ffentlichen und privaten Sammlungen. Volker Stelzmann lebt und arbeitet in Berlin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDickicht\u201c nennt Volker Stelzmann seine zw\u00f6lfte Einzelausstellung in der Galerie Poll. Sie vertritt den Maler seit \u00fcber drei\u00dfig Jahren. Stelzmanns Werk zeichnet sich durch gro\u00dfe Kontinuit\u00e4t aus. Im Lauf der Jahre hat er mit seiner Formensprache einen eigenen Bilderkosmos geschaffen. F\u00fcr seine Figurengruppen erfindet er immer wieder neue raffinierte Konstellationen und Kompositionen. 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