{"id":35826,"date":"2024-01-10T15:56:05","date_gmt":"2024-01-10T14:56:05","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/vorschau\/information\/"},"modified":"2024-01-18T01:18:35","modified_gmt":"2024-01-18T00:18:35","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/archiv\/bettina-von-arnim\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Ausstellung \u201eLandschaften und Labyrinthe\u201c versammelt \u00d6lbilder, Radierungen und einen Spiegelkasten von Bettina von Arnim. Die erste deutsche Einzelausstellung der K\u00fcnstlerin fand 1970 in der Galerie Poll statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Cyborgs, um 1970 entstandene Portr\u00e4ts androider Maschinenwesen, galt j\u00fcngst die Aufmerksamkeit der Kunstwelt. Die Ausstellung richtet den Blick nun auf die seit Mitte der 1970er Jahre entstandenen Landschaften und Labyrinthe, mit denen die K\u00fcnstlerin schon fr\u00fch auf die zunehmende Zerst\u00f6rung von Natur und Umwelt aufmerksam gemacht hat. Ihre Bilder einer technisierten, b\u00fcrokratischen, schablonisierten, denaturierten, homogenisierten Umwelt h\u00e4lt sie den naiv Fortschrittsgl\u00e4ubigen warnend entgegen, als Menetekel einer Vorherrschaft der manipulativen Intelligenz. (Werner Rhode, 1973)&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die aus der Vogelperspektive gezeigten Landschaften verlaufen wie mit dem Lineal gezogene Mauern und rechtwinklig verschachtelte G\u00e4nge. Einige Landschaften sind menschenleer, in anderen bewegen sich winzige Menschen und Tiere durch labyrinthische G\u00e4nge. Die geometrischen Formen verbinden sich zu Netzwerken und sp\u00e4ter zu perspektivisch angeordneten Buchstabenreihen, zu Stadtlandschaften, die sich aus Schrift und Spiegelschrift zusammensetzen. Beim Blick in den Spiegel\u00adkasten vervielfachen sich die stereotypen Landschaften bis ins Unendliche.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir erblicken die Utopie einer als Zeichensystem erstarrten Welt\u201c, stellt R\u00fcdiger Safranski 1985 im Katalog zu Arnims Ausstellung im Neuen Berliner Kunstverein fest.<\/p>\n\n\n\n<p>Bettina von Arnim versteht es, ihre Botschaft in minuti\u00f6s gemalten und \u00e4sthetisch perfekten Bildern einzuschreiben. Ihre Radiertechnik hat sie derart verfeinert und ausgearbeitet, dass beim Druck mehrerer Platten in verschiedenen Farben \u00fcbereinander faszinierende Spiegelungen entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit der Ausstellung \u201eGerman Pop\u201c in der Schirn-Kunsthalle Frankfurt am Main erfuhren die Arbeiten von Bettina von Arnim eine neue Aufmerksamkeit und waren Teil zahlreicher Gruppenausstellungen in Kunstvereinen und Museen, u. a. \u201e\u00dcberLeben. Fragen an die Zukunft\u201c im Haus am L\u00fctzowplatz, Berlin (2022-2023), \u201eLes Portes du Possible\u201c im Centre Pompidou-Metz (2022), \u201eScratching the Surface\u201c<em> im<\/em> Hamburger Bahnhof, Museum f\u00fcr Gegenwart, Berlin (2021), \u201eDer montierte Mensch\u201c im Museum Folkwang Essen (2019) und \u201eReal Pop 1960-1985. Malerei und Grafik zwischen Agit Pop und Kapitalistischem Realismus\u201c im Brandenburgischen Landesmuseum f\u00fcr moderne Kunst, Frankfurt an der Oder (2018).<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit sind die Arbeiten \u201eOptiman\u201c (1969) und \u201eRi\u00df\u201c (1981) in der Ausstellung \u201eZerrei\u00dfprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft. Sammlung der Nationalgalerie 1945-2000\u201c in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu sehen (bis 28. September 2025).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bettina von Arnim, <\/strong>geboren 1940 in Zernikow (Mark Brandenburg) und Nachfahrin der gleich\u00adnami\u00ad\u00adgen Dichterin der Romantik, verbrachte von 1957 bis 1958 mit einem Stipendium des American Field Service ein Schuljahr in Cambridge\/Massachusetts (USA). Von 1960 bis 1965 studierte sie an der Staatlichen Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste in Berlin bei Fritz Kuhr. Ein Stipendium des Maison de France f\u00fchrte sie w\u00e4hrend dieser Zeit von 1962 bis 1963 nach Paris, wo sie in der Werkstatt des Grafikers Johnny Friedlaender verschiedene Radiertechniken wie die Aquatinta erlernte. Bettina von Arnim geh\u00f6rte zusammen mit Arwed D. Gorella, Maina-Miriam Munsky, Wolfgang Petrick, Peter Sorge, Joachim Schmettau u. a. zu den Gr\u00fcndungs\u00admit\u00adglie\u00addern der Gruppe Aspekt (1972-1977). Seit 1975 lebt und arbeitet sie in S\u00fcdwest-Frankreich. Werke der K\u00fcnstlerin befinden sich in bedeutenden privaten und \u00f6ffentlichen Sammlungen, u. a. der Berlinischen Galerie, der Deutschen Bank, der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, der Sammlung zeitgen\u00f6ssischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, dem St\u00e4del Museum Frankfurt am Main und dem Kunstmuseum Bonn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausstellung \u201eLandschaften und Labyrinthe\u201c versammelt \u00d6lbilder, Radierungen und einen Spiegelkasten von Bettina von Arnim. Die erste deutsche Einzelausstellung der K\u00fcnstlerin fand 1970 in der Galerie Poll statt. Den Cyborgs, um 1970 entstandene Portr\u00e4ts androider Maschinenwesen, galt j\u00fcngst die Aufmerksamkeit der Kunstwelt. 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