{"id":31776,"date":"2023-06-13T15:21:01","date_gmt":"2023-06-13T13:21:01","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/vorschau\/eric-keller\/information\/"},"modified":"2023-10-13T14:12:51","modified_gmt":"2023-10-13T12:12:51","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/archiv\/eric-keller\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>Eric Kellers Gem\u00e4lde ziehen magisch an, obwohl \u2013 oder weil \u2013 ihre Motive eher unspektakul\u00e4r sind. Aus beil\u00e4ufigen Blicken auf Uferwege, Sport- und Parkpl\u00e4tze, Bahn\u00fcberg\u00e4nge, Schuppen oder Industriegeb\u00e4ude und Interieurs aufgegebener DDR-Kulturh\u00e4user komponiert der K\u00fcnstler einen ganz eigenen Bildkosmos. Bei diesem konzentrierten Spiel mit der Erinnerung bleiben Landschaften und Architekturen meist menschenleer. Tauchen doch einmal ein oder zwei junge Menschen darin auf, sind sie in sich gekehrt und scheinen auf etwas zu warten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit \u201eGinstergrund\u201c zeigt die Galerie Poll ihre vierte Einzelausstellung des in Dresden und Berlin lebenden Malers. Der Titel bezeichnet keine konkrete Landschaft, sondern geht zur\u00fcck auf Stra\u00dfennamen, die sich aus alter Zeit am Stadtrand erhalten haben. Ein verblasstes Relikt, \u00e4hnlich der auf einer B\u00fchne zur\u00fcckgelassenen Stellwand im gleichnamigen Bild oder dem verblichenen Wandgem\u00e4lde in \u201eKulturhaus 7\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bildmotive setzen sich aus gro\u00dfangelegten Farbfl\u00e4chen zusammen, Ton in Ton aufgebaut aus d\u00fcnnen \u00d6llasurschichten in mannigfachen Grau-, Blau-, Violett- oder Ockert\u00f6nen. Durch \u00dcbermalungen, aber auch mit dem Wiederabtragen von Farbe durchl\u00e4uft jedes Werk viele Zust\u00e4nde, bis es f\u00fcr den Maler als abgeschlossen gilt. Durch die leichte Unsch\u00e4rfe, die er \u00fcber seine Motive legt, entstehen stimmungsvolle Erinnerungsr\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<p>Was immer Eric Keller malt, hat er irgendwann einmal vor Augen gehabt \u2013 und in seinem Unterbewusstsein abgespeichert. Mit der Arbeit am Bild kehrt er in seiner Fantasie an die einst gesehenen Schaupl\u00e4tze zur\u00fcck, ruft fl\u00fcchtig erlebte Situationen auf. Wo genau sie verortet sind, bleibt sein Geheimnis. Selbst geografische Angaben im Bildtitel wie z. B. \u201eStra\u00dfe bei Gorbitz\u201c f\u00fchren nur ins Ungewisse.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAber genau in dieser merkw\u00fcrdigen Stimmung, die sich nicht leicht in Worte fassen l\u00e4sst, in dieser Aura irgendwo zwischen Banalit\u00e4t des Alltags und irrealer Magie liegt der gro\u00dfe Reiz von Eric Kellers Gem\u00e4lden. Viele von ihnen wirken wie eingefrorene Stills aus einem melancholischen Roadmovie\u201c, charakterisiert der Kunsthistoriker und Kunstkritiker Sebastian Preuss diese Arbeiten.<strong><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eric Keller, <\/strong>1985 geboren in Grimma, 2006 bis 2008 Studium der Bildenden Kunst an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste N\u00fcrnberg bei Prof. Rolf-Gunter Dienst, 2008 bis 2014 Studium der Malerei an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Dresden (HfBK Dresden) bei Prof. Elke Hopfe und Prof. Ralf Kerbach, 2016 bis 2018 Meistersch\u00fcler an der Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB Leipzig) bei Prof. Annette Schr\u00f6ter. Eric Keller lebt und arbeitet in Dresden und Berlin. Seine Werke befinden sich in zahlreichen privaten und mehreren institutionellen Sammlungen, darunter die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die St\u00e4dtische Galerie Dresden und die Sammlung zeitgen\u00f6ssischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, Bonn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eric Kellers Gem\u00e4lde ziehen magisch an, obwohl \u2013 oder weil \u2013 ihre Motive eher unspektakul\u00e4r sind. Aus beil\u00e4ufigen Blicken auf Uferwege, Sport- und Parkpl\u00e4tze, Bahn\u00fcberg\u00e4nge, Schuppen oder Industriegeb\u00e4ude und Interieurs aufgegebener DDR-Kulturh\u00e4user komponiert der K\u00fcnstler einen ganz eigenen Bildkosmos. Bei diesem konzentrierten Spiel mit der Erinnerung bleiben Landschaften und Architekturen meist menschenleer. 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