{"id":27717,"date":"2022-08-24T17:48:21","date_gmt":"2022-08-24T15:48:21","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/vorschau\/heike-negenborn\/information\/"},"modified":"2023-06-19T16:40:13","modified_gmt":"2023-06-19T14:40:13","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/archiv\/heike-negenborn\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>Unter dem Titel \u201eInszenierung und Wirklichkeit\u201c zeigt die Galerie Poll erstmals in Berlin in einer Einzelausstellung Arbeiten der zeitgen\u00f6ssischen Landschaftsmalerin Heike Negenborn. Neben Gem\u00e4lden und Graphiken aus den Werkreihen \u201eRheinhessisches Tafel- und H\u00fcgelland\u201c und \u201eNetscapes \u2013 Landschaft im Wandel\u201c sind neue Landschaften aus Frankreich und Bolivien zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heike Negenborn hat sich ihren k\u00fcnstlerischen Zugang im Spannungsfeld zwischen Natur und Kulturlandschaft erarbeitet und dadurch einen besonderen Blick f\u00fcr die Ver\u00e4nderungen in Gel\u00e4nde, Bewuchs und Himmelsraum entwickelt. F\u00fcr ihre Gem\u00e4lde und Graphiken entwirft sie weite, vom Menschen gepr\u00e4gte Panoramen mit meist tiefliegenden Horizonten und aufsehenerregenden Wolkenformationen. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich dem Betrachter, dass es sich bei diesen pr\u00e4zisen, realistisch gemalten Landschaftsbildern nicht um Abbilder, sondern um Konstruktionen von Wirklichkeit handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders als in den Vorjahren, in denen die K\u00fcnstlerin in mehrmonatigen Projekten Regionen in Frankreich, Italien oder Spanien als Ausgangspunkt ihrer Landschaftskonstruktionen w\u00e4hlte, ist die Reihe \u201eRheinhessisches Tafel- und H\u00fcgelland\u201c 2021 und 2022 in Deutschland entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch an ihrem Wohnort in Rheinland-Pfalz hat Heike Negenborn ungew\u00f6hnliche Perspektiven auf die T\u00e4ler und H\u00fcgel der Weinbergkulturen recherchiert und sie in Skizzen und Kameraaufnahmen festgehalten. Dieses \u201eNaturarchiv\u201c \u00fcberarbeitet die K\u00fcnstlerin anschlie\u00dfend analog und digital und konstruiert nach \u00e4sthetischen Gesichtspunkten Gem\u00e4lde und Graphiken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre mehrfach ausgezeichnete Serie \u201eNetscapes \u2013 Landschaft im Wandel\u201c hat Heike Negenborn 2022 mit einem Stipendium von NEUSTART KULTUR und der Stiftung Kunstfonds fortsetzen k\u00f6nnen. Mit mehreren Beispielen zeigt die Ausstellung, wie die K\u00fcnstlerin Wolken- und Erdfragmente mit perspektivisch aufgef\u00e4cherten Gitternetzen kombiniert, die sich in digitale Pixel aufl\u00f6sen und zu Netzlandschaften, \u201eNetscapes\u201c mutieren. Die \u00dcberformung der Kulturlandschaft wird untermauert durch die Reduktion der sonst stark farbigen Palette auf Schwarzwei\u00df- und Graut\u00f6ne.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit ihren Arbeiten lenkt Heike Negenborn den Blick auf die zunehmende Vereinnahmung der analogen Wirklichkeit durch das digitale Bild und den daraus resultierenden Wandel der Landschaft. Die dabei deutlich sichtbare Konstruktion, eine Kombination aus den in der Renaissance erfundenen Methoden der Zentralperspektive und klassischen Vermessungs\u00adtechniken, unterst\u00fctzt nicht nur die Tiefenwirkung im Bild, sondern macht gleichzeitig die Arbeitsweise transparent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike Negenborn,<\/strong> geboren 1964 in Bad Neuenahr-Ahrweiler, studierte Malerei am Washington College, Chestertown, Maryland, USA, am Austin College, Sherman, Texas, USA und Malerei und Druckgraphik bei Prof. Peter L\u00f6rincz an der Akademie f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Mainz. 2021 erhielt sie ein Jahresarbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn. 2018 wurde sie mit dem renommierten Pfalzpreis f\u00fcr Bildende Kunst ausgezeichnet und 2016 mit dem Wilhelm-Morgner-Preis der Stadt Soest. Sie lebt und arbeitet in Windesheim. Werke der K\u00fcnstlerin befinden sich in zahlreichen \u00f6ffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland, Japan, Kanada und den USA.<strong><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201eInszenierung und Wirklichkeit\u201c zeigt die Galerie Poll erstmals in Berlin in einer Einzelausstellung Arbeiten der zeitgen\u00f6ssischen Landschaftsmalerin Heike Negenborn. Neben Gem\u00e4lden und Graphiken aus den Werkreihen \u201eRheinhessisches Tafel- und H\u00fcgelland\u201c und \u201eNetscapes \u2013 Landschaft im Wandel\u201c sind neue Landschaften aus Frankreich und Bolivien zu sehen. 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