{"id":27563,"date":"2022-06-25T13:15:51","date_gmt":"2022-06-25T11:15:51","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/vorschau\/information\/"},"modified":"2025-01-29T16:08:24","modified_gmt":"2025-01-29T15:08:24","slug":"information","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/galerie\/ausstellungen\/archiv\/goeran-gnaudschun\/information\/","title":{"rendered":"Information"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit \u201eAre You Happy?\u201c zeigte die Galerie Poll 2019 eine Fotoserie, in der G\u00f6ran Gnaudschun Menschen in den Vororten Roms portr\u00e4tiert. \u201eAlexanderplatz\u201c, \u201eMittelland\u201c oder \u201eDas bessere Leben\u201c lauten die Titel anderer Serien, f\u00fcr die Gnaudschun in den vergangenen Jahren Menschen aus unterschiedlichen L\u00e4ndern und Lebenswelten fotografiert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung \u201eJunge Frau mit Unendlichkeitskette. Portr\u00e4ts 1981-2022\u201c versucht mit einer Auswahl von rund drei\u00dfig Portr\u00e4ts aus verschiedenen Serien des Fotografen zu ergr\u00fcnden, was die Portr\u00e4ts von G\u00f6ran Gnaudschun ausmacht: Wie gelingt es ihm immer wieder aufs Neue, seine Mitmenschen in unmittelbaren und fesselnden Einzelbildnissen zu charakterisieren? Gibt es etwas, das alle Bilder eint? Wie f\u00fcgen sich die Fotografien aus den vergangenen Jahren aneinander? Ist eine Entwicklung erkennbar? G\u00f6ran Gnaudschun geht es auf all seinen Fotografien um den jeweiligen Menschen, um das Individuum und dessen Wirklichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u201eGeheimnis\u201c verbirgt sich sicherlich in Gnaudschuns Arbeits\u00adweise, Fremde zu foto\u00adgrafieren, Menschen, die er nicht kennt. Er fotografiert sie ohne jegliches Vorwissen und wartet darauf, dass sich ihm etwas zeigt. Er h\u00e4lt ihr Bild zu einem bestimmten Zeitpunkt fest, w\u00e4hrend eines Lebensabschnitts. Die Fotografie vermittelt so ein Gef\u00fchl, eine Stimmung an den Betrachter, in der er sich wom\u00f6glich wiedererkennt. Vielleicht ist es das, was den Aufnahmen auch Jahre nach ihrer Entstehung Gegenwart verleiht?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung setzt Schwarz-Wei\u00df- und Farbfotografien, analoge und digitale Aufnahmen aus den vergangenen zwanzig Jahren in einen Dialog. Die Portr\u00e4ts der Frauen und M\u00e4nner, der Teenager und Kinder sind klassisch komponiert, mal ist das Gesicht frontal in Gro\u00dfaufnahme zu sehen, mal handelt es sich um Aufnahmen der ganzen Person. Um eine zeitliche Klammer zwischen Gestern und Heute zu finden, zeigt die Ausstellung auch zwei Fotografien von Gnaudschuns Eltern. 1981 hat G\u00f6ran Gnaudschun im Alter von zehn Jahren seine Eltern portr\u00e4tiert. 2022 hat er vor einigen Wochen Mutter und Vater noch einmal vor seine Kamera gebeten, beide nehmen eine \u00e4hnliche Pose ein wie vierzig Jahre zuvor. Gibt es etwas, das durch die Zeit geht?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>G\u00f6ran Gnaudschun,<\/strong> geboren 1971 in Potsdam, studierte von 1994-2003 an der Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Timm Rautert k\u00fcnstlerische Fotografie (Diplom) und Bildende Kunst (Meistersch\u00fcler). Er erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen f\u00fcr seine Arbeiten, darunter 2013 das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn und 2018 den Brandenburgischen Kunstpreis. 2016-2017 war er Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. Seit 2018 lehrt Gnaudschun an der Ostkreuzschule f\u00fcr Fotografie Berlin. Seine Fotografien wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Institutionen und Museen in Berlin, Hannover, Frankfurt, M\u00fcnchen, Paris, Riga, Rom und San Francisco gezeigt und befinden sich in verschiedenen \u00f6ffentlichen Sammlungen, u.a. in der Art Collection Deutsche B\u00f6rse, Frankfurt am Main, der Berlinischen Galerie \u2013 Museum f\u00fcr Moderne Kunst, Berlin, dem Folkwang Museum Essen und der Kunststiftung Poll, Berlin. G\u00f6ran Gnaudschun lebt und arbeitet in Potsdam.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit \u201eAre You Happy?\u201c zeigte die Galerie Poll 2019 eine Fotoserie, in der G\u00f6ran Gnaudschun Menschen in den Vororten Roms portr\u00e4tiert. \u201eAlexanderplatz\u201c, \u201eMittelland\u201c oder \u201eDas bessere Leben\u201c lauten die Titel anderer Serien, f\u00fcr die Gnaudschun in den vergangenen Jahren Menschen aus unterschiedlichen L\u00e4ndern und Lebenswelten fotografiert hat. 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