{"id":1663,"date":"2025-08-03T21:53:28","date_gmt":"2025-08-03T19:53:28","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/30-jahre-kunststiftung-poll-ii\/"},"modified":"2025-08-03T21:56:23","modified_gmt":"2025-08-03T19:56:23","slug":"30-jahre-kunststiftung-poll-ii","status":"publish","type":"ausstellung","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/30-jahre-kunststiftung-poll-ii\/","title":{"rendered":"30 Jahre Kunststiftung Poll II"},"content":{"rendered":"<h4>Eine Ausstellungsreihe in vier Teilen<\/h4>\n<h4>Teil II &#8211; 8. bis 29. Oktober 2016, Er\u00f6ffnung: 7. Oktober, 18-21 Uhr<\/h4>\n<h6>Ursula Arnold, G\u00f6ran Gnaudschun, Ursula Kelm, Karl-Ludwig Lange, Thomas Leuner, Gerd Ludwig, Gabriele Mucchi, Gabriele und Helmut Nothhelfer, Michael Ruetz, Michael Schmidt, Esther Shalev-Gerz, Richard Thieler, Gerhard Ullmann, Erhard Wehrmann<\/h6>\n<p>Im zweiten Abschnitt der vierteiligen Ausstellungsreihe, die anl\u00e4sslich des 30-j\u00e4hrigen Bestehens der Kunststiftung Poll vom 10. September 2016 bis 28. Januar 2017 Einblicke in die Sammlung gew\u00e4hrt, werden die Fotobest\u00e4nde der Stiftung gezeigt. Zu deren Kernst\u00fcck geh\u00f6rt seit 2004 der Nachlass des documenta-Fotografen Erhard Wehrmann, der auch viele in der Sammlung vertretene K\u00fcnstler portr\u00e4tiert hat.<\/p>\n<p>Obwohl Wehrmanns Hauptinteresse zun\u00e4chst Skulpturen galt, brachte er schon bald die Produzenten der Kunstwerke ins fotografische Bild, versuchte die bestehende Kluft zwischen Kunst und K\u00fcnstler zu \u00fcberwinden. Der Kulturwissenschaftler Harald Kimpel bezeichnete das Resultat in seinem Katalogtext 2005 als \u00bbDoppelportr\u00e4t\u00ab. Die gleichberechtigte Verbindung sollte zum Markenzeichen des Fotografen werden: Von 1959 an begleitete er \u00fcber drei Jahrzehnte hinweg zahlreiche K\u00fcnstler bei der Entstehung und Pr\u00e4sentation ihrer Werke auf den documenta-Ausstellungen in Kassel sowie den Biennalen in Venedig.<\/p>\n<p><!--more-->Neben den Fotoportr\u00e4ts von Erhard Wehrmann z\u00e4hlen Werke von Ursula Arnold, G\u00f6ran Gnaudschun, Ursula Kelm, Karl-Ludwig Lange, Thomas Leuner, Gerd Ludwig, Gabriele Mucchi, Gabriele und Helmut Nothhelfer, Michael Ruetz, Michael Schmidt, Esther Shalev-Gerz, Richard Thieler und Gerhard Ullmann zu der Sammlung der Kunststiftung Poll. Auff\u00e4llig ist, bis auf wenige Ausnahmen, die Ausrichtung auf die Topographie der Stadt Berlin und die dort lebenden Menschen.<\/p>\n<p>So zeigen die stillen, eher beil\u00e4ufigen Situationsbilder von Ursula Arnold die ostdeutsche Realit\u00e4t, dienen als Schl\u00fcssel der Erinnerung an eine l\u00e4ngst vergangene \u201eBelle Tristesse\u201c, wie es der Titel eines Ausstellungskatalogs der Fotografin so sch\u00f6n formuliert. Michael Schmidts Arbeiten dokumentieren hingegen das Grau des Alltags jenseits der Mauer. Und Karl-Ludwig Lange fing mit der Kamera Bilder des \u00dcbergangs ein, in denen der Mensch zwischen unz\u00e4hligen Baustellen kaum noch sichtbar ist. Woanders wird st\u00e4rker auf das menschliche Antlitz fokussiert. Exemplarisch genannt seien die Sonn- und Feiertagsaufnahmen der Nothhelfers, die gro\u00dfformatigen Farbportr\u00e4ts der Potsdamer Hausbesetzer-Szene G\u00f6ran Gnaudschuns oder die \u201eBerliner Gesichter\u201c Ursula Kelms, die sie in den Jahren 1987 bis 2007 festhielt, um sie nicht dem Vergessen anheimfallen zu lassen.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Sichtbarmachung von Erinnerung und Zeit ebenfalls lesbar ist die Doppeluhr mit einander entgegengesetzt laufenden Zeigern der Fotografin und Videok\u00fcnstlerin Esther Shalev-Gerz. Das Objekt ist Teil der umfangreichen Installation \u201eDas imagin\u00e4re Haus Walter Benjamins\u201c, die 2001 in der Galerie der Kunststiftung ausgestellt wurde.<\/p>\n<p>Zu den Ausstellungen ist eine begleitende Publikation mit einem umfangreichen Abbildungsteil, Gespr\u00e4chen mit Eva und Lothar C. Poll \u00fcber die Kunststiftung Poll sowie zwischen Ralf Kerbach und Eckhart J. Gillen \u00fcber die Berliner Kunstszenen der 1980er Jahre und einem Text von Jan Sch\u00fcler u. a. erschienen. Der Anhang enth\u00e4lt eine \u00dcbersicht s\u00e4mtlicher Ausstellungen und Ver\u00f6ffentlichungen der Kunststiftung. (POLLeditionen, ISBN 978-3-931759-39-1, Preis 25 Euro)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Faltblatt_30-Jahre-Kunststiftung-Poll.pdf\" target=\"_blank\">Faltblatt zur Ausstellungsreihe<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-1663","ausstellung","type-ausstellung","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung\/1663","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung"}],"about":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ausstellung"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}