{"id":1650,"date":"2025-08-03T19:58:58","date_gmt":"2025-08-03T17:58:58","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/andreas-kaps-2\/"},"modified":"2025-08-03T21:46:38","modified_gmt":"2025-08-03T19:46:38","slug":"andreas-kaps-2","status":"publish","type":"ausstellung","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/andreas-kaps-2\/","title":{"rendered":"Andreas  Kaps"},"content":{"rendered":"<p>Er\u00f6ffnung: Donnerstag, 23. Juni, 18-21 Uhr im Schaulager<\/p>\n<p><em>\u201eSo pendeln K\u00fcnstler zwischen Verr\u00fcckten, Wissenschaftlern und Priestern.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der 70. Geburtstag des in Berlin zur\u00fcckgezogen lebenden und arbeitenden K\u00fcnstlers Andreas Kaps bietet Anlass zu einer kleinen Ausstellung im Schaulager der Kunststiftung Poll. Sie spannt einen Bogen von den fr\u00fchen mit Dispersionsfarbe auf Nesseltuch gemalten Arbeiten der Achtziger Jahre bis hin zu den j\u00fcngsten Zeichnungen mit \u00d6l-Wachsmalstift auf Papier.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr Andreas Kaps sei nichts gef\u00e4hrlicher, als verstanden zu werden. So formuliert er es indirekt in seinem Buch \u201eDer unverstandene K\u00fcnstler\u201c. An die unkonventionelle Manier des Schriftstellers William S. Burroughs oder die provokant-figurative Ausdrucksweise Willem de Koonings erinnernd, visualisiert er in seinen Werken den allt\u00e4glichen Wahnsinn. In ihnen finden auch gesellschaftliche Tabus wie Sexualit\u00e4t, Angst und Gewalt Eingang. Mit Hilfe von Schlagworten und Sprachk\u00fcrzeln spielt er auf das mediale \u00dcberangebot an, auf Scheinwelten und Gl\u00fcckst\u00e4uschungen. Er sagt selbst: \u201eJeder einzelne Pinselstrich des K\u00fcnstlers ist in seiner Komposition mit verantwortlich f\u00fcr das Weltgeschehen. Auch wenn die Leute es nicht merken.\u201c<\/p>\n<p>Kaps\u2018 Pinselstrich ist kraftvoll und breit, die Farbgebung grell und die Motivik mitunter trivial \u2013 alles Indizien daf\u00fcr, dass er einst zu den Neuen Wilden geh\u00f6rte, die in den achtziger Jahren in Deutschland gegen die formale Askese von Minimal und Concept Art aufbegehrten.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt seines k\u00fcnstlerischen Interesses befindet sich die menschliche Figur. Sie bildet er spontan und intuitiv ab. Sein wichtigstes Sujet ist der Frauenakt. Dabei reduziert Andreas Kaps die K\u00f6rperformen auf das Wesentliche, grenzt sie durch scharfe Umrisslinien von einer meist fl\u00e4chig gehaltenen Umgebung ab. Die Arbeiten entstehen aus der jeweiligen psychischen Situation des K\u00fcnstlers heraus, werden zum Spiegel seiner Stimmungen. Annette Tietenberg schreibt dazu anl\u00e4sslich einer Ausstellung 1987 in der Galerie Poll: \u201eIm Malvorgang sieht er eine M\u00f6glichkeit, seine eigenen W\u00fcnsche, Bed\u00fcrfnisse, Phantasien und Erlebnisse wachzurufen und sie bildlich zu verdeutlichen, dass sie auch f\u00fcr andere aussagekr\u00e4ftig werden.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahr 1946 in Langenberg\/Th\u00fcringen geboren, studierte Andreas Kaps von 1966 bis 1975 Wirtschaftswissenschaften und Stadtplanung an der FU und TU Berlin. Im Anschluss absolvierte er von 1976 bis 1981 ein Kunststudium an der Hochschule der K\u00fcnste Berlin (heute UdK). Dort kam er als Sch\u00fcler von Wolfgang Petrick mit der Neuen Figuration und dessen Willen zur Abgrenzung von einer als spie\u00dfb\u00fcrgerlich empfundenen Kunstwelt in Ber\u00fchrung. W\u00e4hrend dieser Zeit verfasste Kaps zahlreiche Kunstkritiken (u.a. f\u00fcr den <em>Tagesspiegel<\/em>, <em>Tip<\/em>, etc.), sp\u00e4ter auch K\u00fcnstlerhoroskope. Er nahm an Ausstellungen in London, Madrid, Stockholm und M\u00fcnchen teil. Seine Werke werden in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden in der Galerie Poll sowie in der Galerie der Kunststiftung Poll gezeigt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1071,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-1650","ausstellung","type-ausstellung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung\/1650","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung"}],"about":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ausstellung"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1071"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1650"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}