{"id":1638,"date":"2025-08-03T19:58:58","date_gmt":"2025-08-03T17:58:58","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/peter-sorge\/"},"modified":"2025-08-03T21:40:23","modified_gmt":"2025-08-03T19:40:23","slug":"peter-sorge","status":"publish","type":"ausstellung","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/peter-sorge\/","title":{"rendered":"Peter Sorge"},"content":{"rendered":"<p>Die Ausstellung kann bis Ende August nach Vereinbarung besichtigt werden.<\/p>\n<p><em>Leute, die bei mir \u201eInnovation\u201c in Technik und Sujet vermissen, umrei\u00dfen damit eins meiner \u201eAnliegen\u201c. Ich m\u00f6chte, da\u00df diese Leute das optische Angebot, das sie jeden Tag vorgesch\u00fcttet bekommen, nicht Seite f\u00fcr Seite konsumieren und wieder vergessen, sondern durch befremdliche Kombinationen dieses Angebotes betroffen werden und vielleicht gar \u201eDenkanst\u00f6\u00dfe\u201c erhalten.<\/em> (Peter Sorge, 1972)<\/p>\n<p>Mit seinen drastischen Bildinhalten \u2013 Zitate aus Tageszeitungen, Illustrierten, Porno- und Sportmagazinen \u2013 geh\u00f6rt Peter Sorge zu den Protagonisten des \u201eKritischen Realismus\u201c, einer Berliner Kunstrichtung, die sich in den 1960er und 70er Jahren durch unmittelbare Reaktion auf tagesaktuelle Geschehnisse auszeichnete. <!--more--><\/p>\n<p>Inspiriert von den Methoden der Pop-Art und gegen die Vorherrschaft der abstrakten Malerei \u201eportr\u00e4tierte\u201c Sorge die mediale Wirklichkeit dieser politisch brisanten Jahre in Druckgrafiken, Zeichnungen und Gem\u00e4lden. Bei seinen Werken handelt es sich h\u00e4ufig um Mehrfeld-Bilder, in denen der K\u00fcnstler scheinbar unzusammenh\u00e4ngende Themen miteinander kombiniert, die sich entweder zu einem scharfen Kommentar, oder einer dem Betrachter \u00fcberlassenen Assoziationskette verbinden. Sorges medienkritische, auf Bewusstmachung zielende Kunst ist nicht nur ein kulturhistorisch bedeutsames Kapitel deutscher Nachkriegskunst, sondern auch heute, in Zeiten digitaler Bilderfluten immer noch hoch aktuell.<\/p>\n<p>Peter Sorge (*1937 in Berlin; \u2020 ebenda) studierte von 1958 bis 1965 an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste in Berlin bei Fred Thieler und Mac Zimmermann. Er geh\u00f6rte zu den Mitbegr\u00fcndern der Ausstellungsgemeinschaft <em>Gro\u00dfg\u00f6rschen 35<\/em> (1964-1968) sowie der Gruppe <em>Aspekt<\/em>.<\/p>\n<p>Im Haus am Kleistpark erinnert derzeit die von Eckhart J. Gillen kuratierte Ausstellung \u201eGro\u00dfg\u00f6rschen 35. Aufbruch zur Kunststadt Berlin 1964\u201c aus Anla\u00df des 50. Jahrestages der Gr\u00fcndung an die Arbeit dieser ersten K\u00fcnstlergalerie in Deutschland (Grunewaldstra\u00dfe 6-7, 10823 Berlin-Sch\u00f6neberg, bis 10. August, in Zusammenarbeit mit der Kunststiftung Poll).<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":987,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-1638","ausstellung","type-ausstellung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung\/1638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung"}],"about":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ausstellung"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/987"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}