{"id":1616,"date":"2025-08-03T19:58:57","date_gmt":"2025-08-03T17:58:57","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/ein-blick-in-die-sammlung-2\/"},"modified":"2025-08-03T21:21:54","modified_gmt":"2025-08-03T19:21:54","slug":"ein-blick-in-die-sammlung-2","status":"publish","type":"ausstellung","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/ein-blick-in-die-sammlung-2\/","title":{"rendered":"Ein Blick in die Sammlung (2)"},"content":{"rendered":"<p>Soir\u00e9e: Sonnabend, 26. Februar, 16 Uhr<\/p>\n<p>Zur Erinnerung an den vor f\u00fcnf Jahren verstorbenen Kunstkritiker Heinz Ohff, mit einer Lesung von Ekhard Haack<\/p>\n<p>Die Ausstellung gew\u00e4hrt einen kleinen Einblick in die Sammlung der Kunststiftung. Sie widmet sich unterschiedlichen Positionen der realistischen Str\u00f6mungen der 1950er bis 1970er Jahre und dem fotografischen Werk des K\u00fcnstlerfotografen Erhard Wehrmann.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Werke entstehen aus der Beobachtung der sichtbaren Wirklichkeit und werden zu Zeichen und visuellen Dokumenten ihrer Zeit und ihrer Gesellschaft. Kunst wird zum kritischen Organ der Wahrnehmung von Wirklichkeit und zeigt sich hier in Form einer grundlegenden Skepsis gegen\u00fcber kulturellem \u00dcberfluss und der Entfremdungstendenzen der Konsumkultur.<\/p>\n<p>Herbert Kaufmann (*1924), Vertreter des Nouveau Realisme, sch\u00f6pft sein Bildmaterial aus der Werbe- und Medienwelt. Seine Bilder repr\u00e4sentieren im weiten Begriffsfeld des Realismus eine eigene und unverwechselbare Position. Bei Kaufmann wir die Collage zur \u201evisuellen Reportage\u201d. Die Welt der Kommunikation in Serienproduktion ist der Ausgangspunkt, die Collage als k\u00fcnstlerisches Prinzip ist der Gegenstand der Auseinandersetzung.<\/p>\n<p>Der Maler und Grafiker Peter Sorge (1937-2000) sorgt mit seinem kritischen Blick auf die Wirklichkeit f\u00fcr kontrastreiche Einblicke in die uns umgebende Bilderflut. Zentrales Motiv ist dabei die Gewalt. Rohstoffe seiner Kunst sind Fundst\u00fccke aus den Printmedien: Durch Kombination und Ver\u00e4nderung des vorgefundenen Bildmaterials aus der historischen oder aktuell politischen Wirklichkeit, kritisiert Sorge die Massenmedien und das Verhalten der Gesellschaft hierzu und dokumentiert sie zugleich.<\/p>\n<p>Der Maler, Grafiker und Bildhauer <strong>Wolfgang Petrick<\/strong> (*1939) ist neben Peter Sorge Gr\u00fcndungsmitglied der ersten Produzentengalerie in Deutschland: \u201eGro\u00dfg\u00f6rschen 35\u2033, dem Ort, von wo aus der Kritische Realismus Westberlins hervorgegangen ist. In seinen Gem\u00e4lden und Assemblagen zeichnet er Zerrbilder des verletzten Menschen und seiner Verdinglichung: so schaut man auf Fratzen der Aggression und des Leidens oder auf Menschen, die mit ihren Ger\u00e4tschaften verwachsen sind.<\/p>\n<p>Der Maler und Zeichner <strong>Harald Duwe<\/strong> (1926-1984) schafft in seinem Werk Alltagsallegorien des gesellschaftlichen Theaters: Kinder streiten sich um den Kuchen, satte Sonntagsmenschen liegen gelangweilt am Strand &#8211; der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft und deren naiver Wohlbefindlichkeit wird durch Duwe der Spiegel vorgehalten.<\/p>\n<p>Das fotografische Werk <strong>Erhard Wehrmanns<\/strong> (1930-2004) zeigt K\u00fcnstler im Dialog mit einer eigenen Arbeit. Entstanden in Ateliers, Werkst\u00e4tten, Vernissagen und Biennalen visualisieren die auf das Wesentliche reduzierten Fotografien die Dreiecksbeziehung von K\u00fcnstler, Fotograf und Werk.<\/p>\n<p><strong>Soir\u00e9e zur Erinnerung an Heinz Ohff<\/strong><\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser Ausstellung erinnert die Kunststiftung an Heinz Ohff, der mehr als 25 Jahre als Kunstkritiker und Feuilletonchef des Tagesspiegels, Ma\u00dfst\u00e4be setzend &#8211; mittendrin und doch auf Distanz &#8211; und als engagierter Begleiter der K\u00fcnste das Kunstleben in Berlin gepr\u00e4gt hat. Ohffs Kunstkritiken bleiben ein noch zu hebender Schatz in kritikarmer Zeit.<\/p>\n<p>Als Kunstkritiker &#8211; seiner eigentlichen Passion &#8211; war er Legende, als Buchautor von staunenswerter Vielf\u00e4ltigkeit, als journalistischer Begleiter des Berliner Kulturlebens eine pr\u00e4gende Instanz. (Hermann Rudolph)<\/p>\n<p>In einer Soir\u00e9e am Sonnabend, den 26. Februar um 16 Uhr, wird in der Galerie der Kunststiftung Poll, Gipsstr.3, der Literaturwissenschaftler Ekhard Haack an den vor 5 Jahren verstorbenen Schriftsteller und Kritiker erinnern und aus dem vor einigen Jahren im InfoPress Verlag erschienenen Almanach \u201eSchreiben f\u00fcr die Kunst\u201d lesen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":632,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-1616","ausstellung","type-ausstellung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung\/1616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung"}],"about":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ausstellung"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/632"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}