{"id":1608,"date":"2025-08-03T19:58:57","date_gmt":"2025-08-03T17:58:57","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/ursula-arnold\/"},"modified":"2025-08-03T21:02:30","modified_gmt":"2025-08-03T19:02:30","slug":"ursula-arnold","status":"publish","type":"ausstellung","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/ursula-arnold\/","title":{"rendered":"Ursula Arnold"},"content":{"rendered":"<p>Zum 80. Geburtstag der Photographin zeigt die Galerie der Kunststiftung<br \/>\nPoll Arbeiten von Ursula Arnold, die neben Evelyn Richter und Arno<br \/>\nFischer zu den bedeutendsten ostdeutschen Photographen ihrer Generation<br \/>\ngeh\u00f6rt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ihr photographisches \u0152uvre wurde entscheidend von ihrer kritischen Betrachtung der DDR-Wirklichkeit beeinflusst. In der DDR war die Photographie oft ein Mittel politischer Erziehung. Oppositionelle Standpunkte, die dem offiziellen, staatskonformen Blick ein anderes Bild entgegenstellten, wurden abgelehnt. Ursula Arnold z\u00e4hlte zu jenen K\u00fcnstlern, die sich nicht einbinden lie\u00dfen.<br \/>\nFranziska Schmidt schrieb im Katalog zu der der K\u00fcnstlerin gewidmeten Ausstellung in der Berlinischen Galerie: \u201e[Ihre Bilder] zeigen die leisen und verborgenen Seiten des Lebens, in dem der Mensch allein mit sich selbst und den allt\u00e4glichen Sorgen ist. Ihre Bilder sind Ausdruck der Diskrepanz zwischen der propagierten ideologischen Darstellung des optimistischen Menschen als k\u00e4mpferischer Held des Sozialismus und den herrschenden Verh\u00e4ltnissen.\u201d In den Worten der K\u00fcnstlerin: \u201e Meine Sympathie geh\u00f6rt denen, die nicht zu den Herrschenden geh\u00f6ren. Ich m\u00f6chte im Allt\u00e4glichen das Besondere und das Einfache suchen, Nuancen sammeln, die Leben ausdr\u00fccken \u2026 in der Anonymit\u00e4t das Verwandte treffen.\u201d<br \/>\nUrsula Arnold ist 1929 in Gera als Tochter eines Photographen geboren. Nach ihrem Studium der Photographie an der Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst in Leipzig hat sie versucht, als freiberufliche Photographin zu arbeiten, was ihr wegen ihrer individuellen Sichtweise der Arbeit nicht gelungen ist. 1956 zog sie nach Berlin und begann eine T\u00e4tigkeit als Kamerafrau beim Fernsehen der DDR in der Abteilung \u201eDramatische Kunst\u201d. Die Photokamera benutzte sie an freien Tagen weiter, teilweise auch, um die Repressionen in den Fernsehstudios zu kompensieren. \u201eEs war Selbsttherapie\u201d. Bedeutend sind vor allem die Bilder, die sie in den achtziger Jahren in den Stra\u00dfen am Prenzlauer Berg gemacht hat. 2002 wird ihr die wichtigste Berliner Kunstauszeichnung, der Hannah-H\u00f6ch-Preis, verliehen.<br \/>\nIhr und gleichgesinnten K\u00fcnstlern ist es zu verdanken, dass neben den Aufnahmen, die mit der von der SED geforderten Photoberichterstattung konform gingen, auch realistische photographische Zeitzeugnisse der sozialen Wirklichkeit in der DDR existieren.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":990,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-1608","ausstellung","type-ausstellung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung\/1608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung"}],"about":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ausstellung"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/990"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}