{"id":1598,"date":"2025-08-03T19:58:57","date_gmt":"2025-08-03T17:58:57","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/andreas-bromba\/"},"modified":"2025-11-30T21:20:57","modified_gmt":"2025-11-30T20:20:57","slug":"andreas-bromba","status":"publish","type":"ausstellung","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/andreas-bromba\/","title":{"rendered":"Andreas Bromba"},"content":{"rendered":"<p>Kaliningrad oder K\u00f6nigsberg oder Kantstadt (oder jetzt, f\u00fcr die Jugendlichen, Kenig City aus \u201eKenigsbergskaja Oblast\u201d, ein Name, der nach den Krieg kurz galt) erwacht und \u00f6ffnet sich zum Westen, so die deutsche Minderheit wie die russische Bev\u00f6lkerung. Die Gr\u00e4uel des Krieges und der Nachkriegszeit sind vergangen. In der \u201eStadt K.\u201d wird wieder aufgebaut, renoviert, gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ob eines Tages diese alte Hansestadt noch einmal, wie in ihren goldenen Zeiten leuchten wird, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>Seit fast 15 Jahren besch\u00e4ftigt sich Andreas Bromba (*1967) mit Kaliningrad, seiner Geschichte und den Menschen. Der Berliner K\u00fcnstler entdeckt fr\u00fch seine Leidenschaft f\u00fcr die Fotografie. 1987 beginnt seine Foto-Serie \u201eAndere Welten\u201c, sowie seine \u201eSchwarzrot\u201c-Zeichenserien. Das interaktive Kunstprojekt \u201eNUKLEAFORM\u201c entsteht 1992, dem Jahr, in welchem er den Preis bei dem internationalen Kunstwettbewerb \u201eWest in Space\u201c erh\u00e4lt. Mehrfach war er als Text- und Bildjournalist u.a. f\u00fcr \u201eBerliner Zeitung\u201c, \u201eDie Welt\u201c und \u201eRheinischer Merkur\u201c t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Andreas Bromba arbeitet als K\u00fcnstler und Fotograf h\u00e4ufig konzeptionell: neben den Projekten NUKLEAFORM, Deutsche Industrie-Romantik (Installationen, die den heutigen Menschen in seinem Spannungsfeld zwischen Industrie, Nomadentum und Einsamkeit zeigen), gibt es berlin minimal \u2013 ein \u00fcber f\u00fcnf Jahre angelegtes Foto-Projekt (Europ\u00e4ischer Architekturfoto-Preis 2002) mit einer eigenst\u00e4ndigen minimalistischen Bildsprache, das das Zusammenwachsen von Ost- und West-Berlin, von \u00e4rmeren und reicheren Berliner Stadtteilen zeigt: \u201eDem Fotografen gelingt es, den am h\u00e4ufigsten fotografierten Monumenten Berlins eine geheimnisvolle Aura zu verleihen \u2013 ein Kunstst\u00fcck.\u201c, so das art magazin.<\/p>\n<p>Der Fotograf hat eine besondere Beziehung zu K\u00f6nigsberg, war nach \u00d6ffnung des geheimnisvollen Sperrgebietes \u201eKaliningrader Oblast\u201c einer der ersten Deutschen dort und gewann dort viele Freunde: \u201eDie Stadt K. hat viele Gesichter, aber nur eine Seele. Die Fotografien zeigen das Erwachen dieser Seele nach Todeskampf, Verwundung, Totschweigen und langsamer Genesung.\u201c<\/p>\n<p>Das alte K\u00f6nigsberg \u2013 verschandelt, verwahrlost oder liebevoll restauriert, das neue Kaliningrad- st\u00e4dtebaulich missraten, teilweise menschenfreundlich geplant, nun schick und westlich. Darin eine herzliche und offene Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Das Motiv der Ausstellung, \u201eDer Junge aus K.\u201c(\u201eBaltiskij Rayon\u201c), wurde im K\u00f6nigsberger Stadtteil Ponarth (heute der Problembezirk Baltiskij Rayon) aufgenommen (wo manche das legend\u00e4re Bernstein-Zimmer vermuten). Der Name Ponarth geht auf ein altes russisches Wort zur\u00fcck und bedeutet \u201ein der N\u00e4he der \u00dcberschwemmung\u201c. Man kann diese \u201e\u00dcberschwemmung\u201c auf die Geschichte Kaliningrads beziehen, mit einer negativen Beziehung zur Vergangenheit und mit eine positiven Perspektive f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-1598","ausstellung","type-ausstellung","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung\/1598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung"}],"about":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ausstellung"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}