{"id":1593,"date":"2025-08-03T19:58:57","date_gmt":"2025-08-03T17:58:57","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/wilhelm-schlaeger\/"},"modified":"2025-11-30T21:16:43","modified_gmt":"2025-11-30T20:16:43","slug":"wilhelm-schlaeger","status":"publish","type":"ausstellung","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/wilhelm-schlaeger\/","title":{"rendered":"Wilhelm Schl\u00e4ger"},"content":{"rendered":"<p>Die Kunststiftung Poll erinnert anl\u00e4\u00dflich seines einhundertsten Geburtstages an den Berliner Maler Wilhelm Schl\u00e4ger (geb. 20.02.1907, gest. 25.11.1990).<\/p>\n<p>Der K\u00fcnstler fiel in den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren in einigen Ausstellungen mit eindringlich-heiteren Bildern auf, vorwiegend Berliner Stadtlandschaften und Menschen aus seiner unmittelbaren Lebenswelt. In den drei\u00dfiger Jahren von Emil Orlik und Oskar Kokoschka gef\u00f6rdert, setzte er nach dem Zweiten Weltkrieg, den er an einigen schlimmen Fronten erlebte, seine Studien bei Heinrich Ehmsen und Ernst Fritsch fort.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es gilt also nicht, einen Unbekannten zu entdecken. Nichts Spektakul\u00e4res. Alles, was Wilhelm Schl\u00e4ger malte, zeichnete oder modellierte, war schlicht, ohne Falsch. Ein friedfertiger Maler, jedenfalls kein Naiver, obwohl die Handschrift in manchem als naiv erscheinen k\u00f6nnte. Wilhelm Schl\u00e4ger, ein kunstakademisch Ausgebildeter, war eher ein Wissender, der die Unmittelbarkeit seiner Ausdrucksweise, wie sie Naiven zuweilen als Naturgeschenk gew\u00e4hrt wird, durch Selbstkontrolle immer wieder erlangte. Bewegung erstarrt auf den Bildern zu Bewegungslosigkeit wie bei archaischer Plastik. Die Dargestellten erscheinen wie im Zauberschlaf versenkt. Das Betrachten der Bilder wird zu einer Pause des Verweilens in unserem allzu oft in heftiger Bewegung befindlichen Dasein.<\/p>\n<p>Der K\u00fcnstler hat Zeit seines Lebens in bescheidensten Verh\u00e4ltnissen gelebt. Auch das gab es in den f\u00fcnfziger, sechziger, siebziger Jahren im alten Westberlin. Aus dem L\u00e4rm hielt Schl\u00e4ger sich heraus und war doch mittendrin.<\/p>\n<p>Sein k\u00fcnstlerisches Schaffen, egal ob Malerei, Dichterei oder Vortrag, bildete den Mittelpunkt seines Lebens. Immer blieb er in den Kreationen seiner Phantasie treu, trieben die Impulse seines Herzens ihm die Hand.<\/p>\n<p>Wir danken allen Beteiligten, da\u00df diese kleine Ausstellung zustande kommt, vor allem Jacques Naoum und seinen Mitstreitern, der Berlinischen Galerie und vielen Ungenannten. Wir freuen uns, da\u00df wir mit ihnen einen kleinen Lichtstrahl in die Grauzone der nicht offiziellen Kunstwelt lenken k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-1593","ausstellung","type-ausstellung","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung\/1593","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung"}],"about":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ausstellung"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}