{"id":1591,"date":"2025-08-03T19:58:57","date_gmt":"2025-08-03T17:58:57","guid":{"rendered":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/antonello-bulgini-olivier-heinry\/"},"modified":"2025-11-30T20:53:26","modified_gmt":"2025-11-30T19:53:26","slug":"antonello-bulgini-olivier-heinry","status":"publish","type":"ausstellung","link":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/ausstellung\/antonello-bulgini-olivier-heinry\/","title":{"rendered":"Antonello Bulgini \/ Olivier Heinry"},"content":{"rendered":"<p>Erst sp\u00e4t entschied der Italiener Antonello Bulgini (*1960) f\u00fcr ein Leben in und mit der Kunst. Nach dem Besuch der Milit\u00e4rakademie in Livorno und einem nach f\u00fcnf Jahren abgebrochenen Medizinstudium in Pisa, wandte sich Bulgini als Autodidakt ganz der Kunst zu. Erste Ausstellungen u. a. in Livorno, Rom und Turin folgten. Die Liebe f\u00fchrte Bulgini 1998 nach Deutschland. Er begann noch im selben Jahr sein Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen, diplomierte dort erfolgreich und wurde Meistersch\u00fcler bei Sean Scully.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Eindr\u00fccke des Alltags, gelebte Leben und \u201cgestohlene Erinnerungen\u201d, wie es Bulgini selbst nennt, verschmelzen in seinen Bildern zu manchmal bizarr anmutenden Landschaften, die scheinbar ureigene, komische und tragische Geschichten erz\u00e4hlen wollen, dabei jedoch immer r\u00e4tselhaft bleiben.<\/p>\n<p>Ob Accessoires in Traumlandschaften oder Protagonisten seltsamer Welten, Bulginis Figuren wirken meist reaktiv, scheinen langsam zu agieren und werden so integraler Bestandteil der sie umgebenden Phantasielandschaften.<\/p>\n<p>Die Geschichten finden ihn und Bulgini l\u00e4\u00dft sich von seiner Malleidenschaft treiben: \u201cVor meiner T\u00fcr sind Gestalten mit schon fertigen Geschichten erschienen, es gen\u00fcgte sie eintreten zu lassen, sie haben sich auf dem Sessel erbrochen, haben ein St\u00fcck Brot gegessen und sind weg gegangen. \u2026 Ich habe nur gelernt, auf sie zu warten und sie nicht zu suchen.\u201d<\/p>\n<p>Und er hat gelernt, wieviel Disziplin notwendig ist, um die phantastischen Welten nicht im \u00dcberschwang des Tatendrangs ausufern zu lassen. Immer erscheinen sie dem Betrachter als geschlossenes Ganzes.<\/p>\n<p>Bulgini ist ein Wanderer zwischen den Welten, Gegens\u00e4tze sind sein Thema. Beim Ausloten von hell und dunkel, leise und laut, Wunschbild und Verdammnis malt er sich kraftvoll bis an die Grenzen dessen was das Triebhafte im Menschen sichtbar werden l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p><strong>Olivier Heinry<\/strong><\/p>\n<p>Seit zehn Jahren widmet sich Olivier Heinry unter Verwendung von einfachen, jedoch au\u00dfergew\u00f6hnlichen Techniken der Malerei und Bildhauerei.<\/p>\n<p>Seine Intention ist es nicht, einen bildlichen Ausdruck auf Leinwand oder Papier zu verdichten \u2013 Heinry zerlegt, was er schaffen will, chromatisch und physisch. Im Stil des Pointillismus klebt oder spr\u00fcht der K\u00fcnstler Farbpunkte auf den Bildtr\u00e4ger. Erst aus einer gewissen Entfernung f\u00fcgt sich im Auge des Betrachters das Bild zusammen.In seinen neuesten Arbeiten tr\u00e4gt Heinry das Bild in den Raum und l\u00e4\u00dft die Farbe zugunsten eines klaren Schwarz verschwinden. Akribisch perforiert er Papier. Durch die Leerstellen entstehen neue Bilder, meist Portraits, so zum Beispiel von Beuys und Mao.<\/p>\n<p>Durch Reduktion, in diesem Falle des Tr\u00e4germaterials, erreicht Heinry eine v\u00f6llig neue Ausdrucksweise im Genre des Portraits. Die ausgestanzten Partikel scheinen in den Raum zu wandern, um sich dort in Skulpturen neu zu formieren. Olivier Heinry wurde 1965 im franz\u00f6sischen Laval geboren. Sein Studium an der Kunsthochschule in Rennes schlo\u00df er 1990 mit dem Diplom ab. Heute lebt und arbeitet Heinry wieder in seiner Heimatstadt Laval.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-1591","ausstellung","type-ausstellung","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung\/1591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/ausstellung"}],"about":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ausstellung"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/poll-berlin.de\/Stiftung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}