Peter Nagel

Peter Nagel
Stillleben mit gestreiftem Tuch, 2007, Öl auf Leinwand, 68 x 72

Nagelaltundnagelneu

11. Dezember 2012 – 28. Februar 2013

(Vorzugsausgabe)

Die Galerie Poll freut sich, die erste Einzelausstellung von Peter Nagel in Berlin präsentieren zu können. Unter dem Titel „Nagelaltundnagelneu“ werden Bilder und Ölskizzen aus den Jahren 2000 bis 2012 gezeigt, aber auch einige Arbeiten aus den 80er und 90er Jahren sowie aus den Anfängen in den 60er Jahren sind zu sehen.

Peter Nagel (*1941) hat seine eigene, stets dem Gegenstand verpflichtete Bildsprache in der Auseinandersetzung mit der Malerei des Action Painting und des Tachismus entwickelt. Eine minutiöse Malweise und in surrealer Form inszenierte Bildgegenstände sind charakteristisch für seine eigentümlichen Bildwelten.

„Nach wie vor arbeite ich mit den wesentlichen spannungsreichen Gegensätzen: Volumen gegen Fläche, Statik gegen Bewegung, laute Farbigkeit gegen leise Tonalität, weiche Farbverläufe gegen scharfe Formtrennung (…) Es ist der Versuch, dadurch die Konzentration stärker auf die Inhaltlichkeit zu lenken“, offenbart der Maler über die seinen Arbeiten zugrundeliegenden Kompositionsprinzipien.

Als Gründungsmitglied der Gruppe ZEBRA, in Hamburg 1965 kurz nach der Selbsthilfegalerie Großgörschen 35 in Berlin entstanden, hat Peter Nagel einen entscheidenden Impuls zur Rückbesinnung auf den Realismus in der bildenden Kunst gegeben. Die Ausschließlichkeit, mit der die abstrakte Kunst in den 60er Jahren zur einzig wahren Kunstrichtung deklariert wurde, reizte ihn zum Widerspruch.

Als Professor an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel hat Peter Nagel von 1985 bis 2004 zahlreiche Kunststudenten geprägt. Seine Bilder hängen in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen, sein Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gewürdigt. 2010 fand unter dem Titel „Peter Nagel. 50 Jahre Malerei“ eine umfangreiche Werkschau in der Stadtgalerie Kiel statt.

Zur Ausstellung erscheint als Vorzugsausgabe das Offsetlitho „Nagelaltundnagelneu“ mit collagiertem Unikat, Auflage 12, Preis: 200 Euro.

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