Maxim Kantor

Ödland – Ein Atlas

3. Dezember 2001 – 2. Februar 2002

(Katalog)

Vom 3. Dezember 2001 bis zum 2. Februar 2002 zeigen wir neue Bilder und Radierungen des 1957 in Moskau geborenen Malers und Graphikers Maxim Kantor. Kantor, den wir seit 1988 vertreten, gehört spätestens seit seiner Einzelausstellung auf der Biennale in Venedig 1997 zu den international bedeutendsten russischen Künstlern.

Im Mittelpunkt steht die jetzt fertig gestellte Radierfolge “ÖDLAND – Ein Atlas”, die wieder, wie auch unsere Editionen aus dem Jahre 97, bei ARTICHOKE in London gedruckt wurde. Dieses Portfolio besteht aus 70 zweifarbigen Radierungen mit Aquatinta und Hochdruck auf handgeschöpftem säurefreien Büttenpapier, Format 645 x 560 mm. Die Auflage beträgt 75 Exemplare. Die Mappe befindet sich schon in zahlreichen öffentlichen (u.a. Vatikan, Britisches Museum) und privaten Sammlungen. (Portfolio 68 TDM / 34.767,85 EUR / Einzelblätter je 2 TDM / 1.022,58 EUR).

Erster Ausstellungsort war im August und September dieses Jahres das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt am Main, das die Mappe auch in die Sammlung seines Kupferstichkabinetts aufgenommen hat. Weitere Stationen sind Culturgest, Lissabon, Staatliche Tretjakov Galerie, Moskau, Ulster Museum, Belfast und Tempo Reale, Meran. Die neuen Bilder kommen direkt aus Moskau, wo sie vorher in der Staatlichen Tretjakow Galerie großen Anklang fanden, z.B. besuchten über 1000 Menschen die Ausstellungseröffnung.

Im Gesamtwerk von Kantor gehören Malerei und Druckgraphik zusammen. Erst in der Graphik findet ein Thema seine Vollendung. Kantor betrachtet auch weiterhin kritisch die Situation Rußlands zwischen Ost und West, dessen Standort zwischen Asien und Europa. Nicht zuletzt verdeutlicht er dies durch die Verbindung zweier Techniken: der westlichen Radierung und dem in Asien beliebten Holzschnitt, der hier in der bedeutungsvollen Farbe Rot gedruckt ist.

Zur Ausstellungsreihe ist ein aufwendiger Katalog erschienen, in dem jedes der 70 Blätter farbig abgebildet ist. Außerdem liegen sieben Briefe des Künstlers an eine russische Geliebte und einen westlichen Freund bei. Sie befassen sich mit der Situation in Rußland. (Hatje Cantz Verlag, 67 DM).

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