Maxim Kantor

Bilder und Radierungen 1996-1998

23. März – 27. Mai 1998

(Katalog)

Maxim Kantor, gerade 40 Jahre alt, gehört zu den Stars der jungen Moskauer Szene. Bei der letztjährigen Biennale von Venedig vertrat er sein Land mit einer Einzelausstellung im russischen Pavillon. Noch bis zum 29. März 1998 zeigt die Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main die Ausstellung „Maxim Kantor, Bilder und Radierungen”.

Die Galerie Eva Poll edierte seine neue Serie von elf Radierungen, die in den vergangenen Monaten in London entstanden. Wie auch in seinen Bildern thematisiert er darin Szenen aus dem russischen Alltag, in dem Trostlosigkeit und Armut herrschen. Verhärmte Menschen, Trinker, Bettler, ein zerbrochener Baum und ein Opfer von Totschlag stellen Kantors Sicht auf ein bröckelndes, korruptes Land dar. In der Radierung „Staat” zeichnet Kantor detailliert die Verhältnisse in der sich selbst zerstörenden russischen Gesellschaft.

Für Kantor ist die Radierung immer das letzte Stadium bei der Bearbeitung eines Themas.

Die langwierige Arbeit an einer Leinwand findet eine präzise Lösung in der Radierung, die adäquater Ausdruck einer neuen, differenzierteren und subtilen Sichtweise auf seine Themen ist.

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