Jenö Gindl

Jenö Gindl
Jenö Gindl, Black and White #67 (aus der Serie „Americans“), 2018, Kallitypie auf Japanpapier auf Keilrahmen, 120 x 90 cm

Neue Arbeiten

26. April bis 8. Juni 2019
Eröffnung: Donnerstag, 25. April 2019, 18-21 Uhr

Einführung: Jochen L. Stöckmann (gegen 19 Uhr)

Sonderöffnungszeiten Gallery Weekend Berlin: Freitag, 26. April 2019, 12-21 Uhr

Im Zentrum der dritten Einzelausstellung von Jenö Gindl in der Galerie Poll steht eine 2018 entstandene Folge von Schwarz-Weiß-Arbeiten: Fotografien in der Technik der Kallitypie zeigen u.a. ein umgekipptes Glas, einen hochhackigen Damenstiefel, eine Telefonbox an einer Häuserwand oder eine Palme am Straßenrand, alle aufkaschiert auf transparentem Japanpapier, hinter dem der Keilrahmen als Kreuz durchschimmert.

Kombiniert sind diese Motive mit Objektschildern bzw. Bildlegenden, wie man sie aus Ausstellungen oder Katalogen kennt: Titel, Entstehungsjahr, Maße und Herkunft des Kunstwerks sind vermerkt. Beide Elemente zusammen sind als „ein Bild“ wahrzunehmen, das keine vertraute Realität entstehen lässt, sondern den Betrachter mit Fragen konfrontiert. Gehören die Informationen auf den Objektschildern zu den darüber gezeigten Motiven? Welche Bedeutung haben die dort angegebenen Titel und Provenienzen? Weshalb wird die Konstruktion des Rahmens gezeigt? Jenö Gindl nennt diese Serie „Americans“. Dies könnte als Referenz an den berühmten Schweizer Fotografen Robert Frank gelesen werden, der in den fünfziger  Jahren ein Guggenheim-Stipendium genutzt hatte, um die USA zu durchqueren und das Land in der Provinz, hinter den Hochglanzkulissen, zu erkunden.

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